Grenchner Schaufenster
Rezept für den Sieg: «Vielfältige Gestaltung mit Liebe zum Detail»

Im Rahmen des Grenchner Festes unter dem Motto «Back to the Fifties» hatte der Gewerbeverband einen Schaufensterwettbewerb ausgeschrieben. Nun steht das Urteil der Jury fest. Sieger ist der Amedeo Coiffure an der Marktstrasse.

Oliver Menge
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Schaufensterwettbewerb Grenchner Fest unter dem Motto 50er-Jahre:Das Schaufenster des Gewinners Amedeo Création an der Marktstrasse.

Schaufensterwettbewerb Grenchner Fest unter dem Motto 50er-Jahre:Das Schaufenster des Gewinners Amedeo Création an der Marktstrasse.

Oliver Menge

Dreizehn Geschäfte hatten am Wettbewerb teilgenommen, den der GVG ausgeschrieben hatte, und versetzten ihre Schaufenster für das Grenchner Fest vom vergangenen Wochenende in die 50er-Jahre zurück.

Eine Jury unter der Leitung von Stadtschreiberin und 50er-Jahre-Expertin Luzia Meister, mit dem früheren Leiter Kommunikation beim Standortmarketing Kultur und Sport, Silvan Granig, und seinem Nachfolger Yves Staudenmann, beurteilte die Schaufenster nach einem Katalog von Kriterien geprüft. Diese waren die Folgenden:

  • Aha-Effekt gegenüber Passanten
  • Lichtgestaltung
  • Aufwand
  • Ist das Thema ersichtlich?

Im Jurybericht, der kürzlich veröffentlicht wurde, heisst es: «Die Jury freute sich sehr über die Liebe zum Detail und die Vielfalt in der Gestaltung der 50er-Jahre-Schaufenster der Gewerbetreibenden.

Ganz offensichtlich hat das Thema auch Spass gemacht und zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema geführt. Allen gelang es, mit mehr oder weniger Aufwand Assoziationen zu wecken.» Wie die Beobachtungen gezeigt hätten, seien die Passanten auch bei vielen Fenster stehen geblieben und hätten die Fensterschau genossen. «Zum Teil wurde auch gelacht und über das Gezeigte diskutiert.»

Und weiter schreibt die Jury: «Alle Teilnehmenden haben ansprechende Fenster gestaltet, die in ihrer Aussage oft auch sehr gut zur Geschäftstätigkeit passten.» Die Auswahl der Gewinner sei deshalb knifflig gewesen, so Luzia Meister.

Wer waren die Konkurrenten?

Folgende Firmen nahmen teil:

- Banz Optik,

- Stadtapotheke Romina Alimonti,

- Claro Weltladen,

- Olivia Boutique,

- Guex Metzgerei,

- Brocante der Gemeinnützigen Gesellschaft,

- Maegli Bijouterie,

- Raiffeisenbank Weissenstein,

- Radio TV Schnyder,

- Amedeo Coiffure,

- Silhouette Dessous,

- Dropa Drogerie Arnold und

- Goldschmiede Leuenberger

«Einige Schaufenster boten einen interessanten Einblick nicht nur in die 50er generell, sondern auch in die Geschichte des betreffenden Gewerbes, respektive gar der Firma, wenn diese damals schon existierte (Amedeo, Banz, Guex, Schnyder).

Hier ragten Amedeo und Banz Optik heraus, denen eine schöne Kombination von Firmen- sowie Branchengeschichte und Bildzitaten aus dem damaligen Alltag der Menschen glückte, und die ihren Schaufensterraum geschickt ausnutzten.

Dabei gelang Amedeo die Detail-Gestaltung am besten: Das grosse rosa Karton-Auto, lockte Passanten, unterstrich das konsequent umgesetzte Farbkonzept und verstärkte überdies den schönen rosa 50er-Schriftzug ‹Coiffure›, der über dem Schaufenster prangt.

Die Brocante und claro hätten wiederum die überdurchschnittliche Grösse ihrer Schaufenster fantasievoll genutzt und mit viel Liebe zum Detail eigentliche Szenerien geschaffen, schreibt die Jury: «In der Brocante kann man quasi in eine Stube und in eine Freizeit/Picknick-Szene blicken und im claro darf der Passant in die Musikwelt von damals eintauchen.»

Die Gewinner: Im ersten Rang platziert ist Amedeo Création, auf dem zweiten Platz Banz Optik und den dritten Rang teilen sich ex aequo die Brocante der Gemeinnützigen Gesellschaft und der Claro Weltladen.

Die Gewinner, das Team der Coiffure Amedeo Création, erhalten den Wanderpreis, eine Skulptur des Grenchner Künstlers Hanspeter Schumacher, gestiftet von der Raiffeisenbank Weissenstein, den sie bis zum nächsten Schaufensterwettbewerb behalten dürfen.

Die Jury erwähnt ausserdem, dass sehr erfreulich war, dass neben GVG-Läden auch andere die Chance gepackt hätten und das Thema in ihren Schaufenstern aufgenommen haben: So fielen Ex Libris, Wirth Sport und House of Fashion an der Solothurnstrasse positiv auf.

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