Schlemmen war angesagt anlässlich des dritten «World Food Festivals». Der Grenchner Marktplatz präsentierte sich an diesem Wochenende als riesige, reichhaltig gedeckte Tafel. Und Gourmets, Genussmenschen oder einfach nur Hungrige oder Neugierige aus der Region bedienten sich ausgiebig. Kreative Küchenchefs aus der ganzen Welt reizten mit neuen Düften und exotischen Gerichten, aber auch Liebhaber des eher Traditionellen kamen auf ihre Rechnung.

Asiatische Küche weniger dominant als bisher

Auffallend war, dass die asiatische Küche nicht mehr so dominant präsent schien wie noch in den Vorjahren. Der Mix an den insgesamt 24 Ständen wurde so ausgewogener, das lukullische Vergnügen noch gesteigert. Aber natürlich konnte man sich fernöstlich verpflegen, schliesslich gelten die Speisen aus dieser Provenienz als vielfältig und bekömmlich.

Daneben galt es, Köstlichkeiten aus Mexiko, Peru, der Karibik, den USA, Argentinien, Kenia, Grossbritannien oder unseren Nachbarstaaten zu entdecken. Ausdrücke wie Choripan, Lomito, Canastitas, Tamales, Ceviche oder Momos betören bereits durch ihren Klang und versprechen besondere Gaumenfreuden.

Wer es etwas klassischer mochte, kam auch auf die Rechnung, etwa bei vielfältigen Burger-Variationen, Sandwiches oder Fisch, Chips und Shrimps. Ob Vorspeise, Hauptgang oder Dessert, süss, sauer oder deftig: Es wurde für jede Vorliebe etwas geboten. Dem Zeitgeist entsprechend hatten viele Stände vegetarische und gar vegane Speisen in ihrem Sortiment. Fleischaffine kamen trotzdem nicht zu kurz: etwa mit Pulled Chicken, Beef oder Riesenspiessen.

Fehlt noch die Tranksame zum kulinarischen Genuss. Hier fiel vor allem das «Deutsche Weininstitut» mit einer ganzen Palette an Riesling-Produkten auf. Und manch einer musste sich eingestehen, dass bei unserem «grossen Nachbarn» mehr als nur beachtliches Winzerkönnen vorhanden ist. Schon beinahe als Klassiker sind die ebenfalls kredenzten Mojito und Caipirinha zu bezeichnen.

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Sie wurde einem erleichtert, indem die meisten Stände Probierportionen zu erschwinglichen Preisen anboten und so die köstliche Weltreise nicht auch zu einem finanziellen Abenteuer werden liessen. Zudem konnte ein Probierpass erstanden werden, der zum geniesserischen Entdecken einlud.

Grenchen war eine von 26 Destinationen

Das «World Food Festival» macht von März bis Oktober in 26 kleineren und mittelgrossen Städten in der Schweiz halt. Organisiert wird es von den jungen Leuten von «Peak-Event-Solutions». Dabei übernimmt das Unternehmen die gesamte Organisation und Planung der Tour: von Abklärungen mit Logistik-Partnern, Einreichen von Bewilligungen bei den Gemeinden, das Handling der Standbetreiber bis zum Schreiben von Marketing-Konzepten. So wird sichergestellt, dass alle Abläufe der Norm entsprechen und optimiert werden können. Vor Ort sorgt dann die «Sun Production» für die reibungslose Durchführung, den Auf- und Abbau. Wie Tobias Schuster, der für den Anlass in Grenchen verantwortlich zeichnete, ausführte, gelte ein besonderes Augenmerk den Hygienevorschriften. Man händige den Standbetreibern eine Checkliste aus, überprüfe dann vor Ort das Ganze noch mehrmals. Die Anstrengungen haben gefruchtet, denn auch die offiziellen Beamten des Kantons, die als äusserst gewissenhaft gelten, hatten nicht das Geringste zu bemängeln. Und selbstverständlich werde für eine umweltgerechte Abfallbeseitigung geschaut.

Grenchnerinnen und Grenchner sowie Besucher aus der Region nutzten am World Food Festival die Möglichkeit, um mit der Familie, Freunden und Bekannten zu speisen. Verschiedene musikalische Live-Acts bereicherten das gemütliche Beisammensein zusätzlich.