Aaremeisterschaft

Klein und Gross bekämpfen sich im Kanu: «Der Grenchner Slalom ist ausdauertechnisch anspruchsvoll»

Für die 49. Aaremeisterschaft waren gegen 70 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Schweiz angereist – auch ganz junge waren dabei.

Die äusseren Bedingungen hätten nicht besser sein können: Angenehme Temperaturen, bewölkter Himmel ohne Regen – der den Kanuten auf dem Wasser wohl weniger ausgemacht hätte, als dem Publikum auf den Steinen am Aareufer bei der Archbrücke – sozusagen kein Wind, einfach ideal, um sich in diesem anspruchsvollen Rennen zu messen.

Anspruchsvoll, weil der Slalom zwischen den Pfeilern der neuen und alten Brücke bis hin zum Neuron auf fast nicht fliessendem Flachwasser durchgeführt wird. «Technisch sind andere Slaloms, wie der von kommendem Wochenende in Derendingen anspruchsvoller, weil das Wasser mehr Fliessgeschwindigkeit hat und der Fahrer das Boot in die Strömung und durch Wirbel lenken muss. Aber hier ist enorm viel Ausdauer gefordert», erklärt der Zürcher Trainer Wayan Schmidt vom Wasserfahrverein Zürich, der heute selber als Richter bei zwei Toren amtet.

Überhaupt stellen die Zürcher das Gros des Teilnehmerfeldes. Aber auch der Kanu Club Nidwalden ist gut vertreten. Aus der Region erwähnenswert ist sicherlich Meli Mathys von den Solothurner Kajakfahrern, die mit ihrem Boot – das früher dem U-23 Weltmeister in Extreme Slalom, dem Berner Dimitri Marx gehörte – von Solothurn auf der Aare nach Grenchen gepaddelt ist. «So war ich gleich eingefahren», sagt sie. Sie habe jedenfalls ordentlich geschwitzt. Im ersten Lauf verliert sie mit drei Tor-Berührungen einige Sekunden, landet aber dennoch auf dem 1. Platz. Bei den Herren überzeugt der Berner Livio Matti, der den 1. Lauf fehlerfrei und mit Bestzeit absolviert.

Jungtalent aus Grenchen begann erst letztes Jahr

Die 15-jährige Melina Karakasidi hat sich erst im vergangenen Jahr zum ersten Mal in ein Kajak gesetzt und Spass daran gefunden. Das Sportstalent, das mit Schwimmen begonnen hat, Leichtathletik beim TV Grenchen trainiert und noch viele andere Sportarten ausprobiert hat, ist laut ihrem Betreuer Jürg Allemann eine Hoffnung für die Zukunft. Heute zu gewinnen, das ist nicht das Ziel, so wie für die meisten hier. Der Wettkampf ist zweitrangig. Einen möglichst perfekten und fehlerfreien Lauf hinzulegen, das ist entscheidend. Und Spass zu haben.

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