Lengnau

Heimbewohner und Angehörige feiern gemeinsam Weihnachten

An der Weihnachtsfeier wurde auch musiziert und gesungen.

An der Weihnachtsfeier wurde auch musiziert und gesungen.

Die Weihnachtsfeier in der Sägematt in Lengnau ist wichtig für die Heimbewohnenden und ihre Angehörigen.

Glitzernde Kugeln hängen am Weihnachtsbaum. Im eng bestuhlten Obergeschoss des Erweiterungsbaus des Alters- und Pflegeheimes Sägematt sitzen die Bewohnenden und ihre Angehörigen und erwarten die Weihnachtsfeier. «Manchmal haben wir Mühe, uns auf Weihnachten einzustimmen, und müssen aufpassen, diese nicht zu verpassen», sagt Pfarrer Heinz Friedli. Er hat die Schwarzenberger Krippenfiguren aus der Kirche mitgebracht. Die Schwarzenberger sind ohne Gesichtsausdruck.

Betrachter geben ihnen ein eigenes Gesicht. «Das Wichtigste am Weihnachtsfest ist, dass Jesus geboren wurde und dass sich alle in allen Lebenslagen im Gebet an ihn wenden können», sagt der Pfarrer. Die Andacht, das besinnliche Gemeinschaftserlebnis, hat Platz an der Weihnachtsfeier. Farbige Kugeln, leuchtende Kerzen, aber auch Kummer ist da. «Es sind die gemeinsamen Momente mit seinen Liebsten, die die Weihnachtszeit so wundervoll machen».

Was wäre Weihnachten ohne Musik. Die Saxophon-Klasse der Musikschule Lengnau-Büren mit ihrem Lehrer Andreas Moser begleitet das Fest mit feinen, weihnächtlichen Klängen. Vor der grossen Zuhörerschar zu spielen, sei für die Musikschüler eine gute Erfahrung, sagt der Musiklehrer. Der Applaus für die bekannten Melodien ist gross und dankbar. Mitsingen oder Mitsummen gehört dazu.

Dann werden die Stühle in den wunderschön vorbereiteten Esssaal gebracht. Das Weihnachtsmenü lässt keine Wünsche offen und sei fünf Sterne wert, wird gelobt. In ihrem Rückblick sagt Heimleiterin Pascale Ris: «Sie haben uns ihre Angehörigen anvertraut, damit sie sich hier daheim fühlen. Um die Bedürfnisse der Heimbewohnenden bestmöglich und ganzheitlich zu erfüllen, braucht es die Mitarbeitenden aller Berufe und aller Stufen».

Die Sägematt machte erfolgreich bei einer Angehörigen-Umfrage einer Fachhochschule mit. Spezielle Workshops mit allen Mitarbeitenden wurden zur Palliativ-Care durchgeführt. Zu den Seniorenwohnungen Bahnhöfli orientierte die Heimleiterin, dass diese eigenständig sind und nicht zum Heim gehören.
«Jetzt ist aber Zeit fürs Brownie und das Orangen-Sorbet mit Pistaziencrumble», sagt eine Heimbewohnerin. Und dann war das Fest schon vorbei.

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