Grenchen
Grösster Pumptrack der Schweiz ist eröffnet

Am Montag wurde in Grenchen die BMX-Piste und der Pumptrack hinter der Tennishalle offiziell eingeweiht. Unter ihnen zahlreiche illustre Gäste - natürlich auch Hauptsponsor und Initiant Andy Rihs.

Oliver Menge
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Die Cracks und Nachwuchsfahrer machen sich bereit
21 Bilder
Synchron über die erste Welle
Wer ist schneller?
Fahrer des Nationalkaders
Die Fahrer bereiten sich vor und ziehen die Schutzkleidung an
Side-Flip
Die Gäste besichtigen die Bahn
Eröffnung BMX-Piste und Pumptrack beim Velodrome
Der Start von der acht Meter hohen Rampe ist nicht ohne
Andy Rihs, Hauptsponsor und Initiant trifft ein, links Dagobert Cahannes und Regierungsrat Roland Fürst mit Peter Wirz
YB-Trainer Uli Forte und Franco Marvulli versuchen sich auf den BMX-Bikes
Sie fahren eine langsame Runde, entgegen den Anweisungen ohne Helm!
Hoch, höher
Illustre Talkrunde moderiert von Franco Marvulli
Links Stéphane Chapuisat
Andy Rihs ist immer für ein Spässchen zu haben
Der spanische Freestyler Xavier Pasamonte und der deutsche Freerider Timo Pritzel
Das Publikum begutachtet die Bahn
Das Wetter ist nicht besonders geeignet, die Fahrer lassen sich durch den Regen nicht stören
Auffälliges Dress aber noch keine Sprünge
Stadtpräsident François Scheidegger und Ständerat Roberto Zanetti suchen Termine

Die Cracks und Nachwuchsfahrer machen sich bereit

Oliver Menge

Noch bevor die geladenen Gäste auf dem Gelände eintrafen, wurde die neue Piste von den Cracks in Beschlag genommen. Rund 20 junge Fahrer – unter ihnen auch Mädchen – stürzten sich wagemutig von der acht Meter hohen Rampe und absolvierten schon bei der zweiten Bodenwelle meterhohe, waghalsige Sprünge, bevor sie durch die Steilwandkurve rauschten. Illustre Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport fanden sich am Montag zur offiziellen Eröffnung der BMX-Piste und des Pumptracks hinter der Tennishalle ein.

Rund 100 Personen waren der Einladung des Velodrome Suisse gefolgt, unter ihnen Ständerat Roberto Zanetti, Regierungsrat Roland Fürst, Stadtpräsident François Scheidegger, Hauptsponsor und Initiant Andy Rihs, Stadtbaumeister Daniel Gäumann mit seinen Mitarbeitern, SWG-Chef Per Just und viele Leute aus der Stadtverwaltung. Die Credit Suisse als Sponsor war vertreten durch Richard Enzler, Leiter der Filiale Grenchen, am Bau beteiligte Firmen hatten ihre Delegationen gesandt. Prominenz aus der Fussballwelt war ebenfalls zugegen: Der ehemalige Nationalstürmer Stéphane Chapuisat sowie YB-Trainer Uli Forte beobachteten gespannt das Geschehen.

Zahlen und Fakten

Die Anlage ist mit dieser Fläche laut Bahnbauer Claudio Caluori die grösste weltweit. 17,4 Millionen haben das Velodrome ohne Individualausbau, der Mountainbike-Track und die BMX-Piste gekostet, für die BMX-Piste und Pumptrack wurden 800 000 Franken aufgewendet. 5000 Kubikmeter Kies wurden geformt und mit 700 Tonnen Asphalt bedeckt.

Das Kader der Schweizer BMX-Fahrer wird hier trainieren, die Anlage steht auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Andy Rihs, Stiftungspräsident des Velodrome Suisse, erklärte in einer vom ehemaligen Profi-Radrennfahrer Franco Marvulli moderierten Talkrunde seine Beweggründe, sich für den Radsport einzusetzen. Er habe schon viele Menschen mit Knie- oder sonstigen Beschwerden zum Velofahren «überschnurret». Ausserdem habe die Schweiz die Möglichkeit, im Radsport international gute Ergebnisse zu erreichen und Topleistungen zu zeigen. Die dafür notwendige Infrastruktur sei nun in Grenchen vorhanden. Die BMX-Piste sei ein wichtiger Teil davon und Rihs prognostizierte eine grosse Zukunft.

Stadtpräsident François Scheidegger betonte die Ausstrahlung, welche das Velodrome und die neue BMX-Piste für Grenchen haben und Regierungsrat Roland Fürst zeigte offen seine Begeisterung für das sportliche Bauwerk. Swiss Cycling Chef Franz Gallati betonte, dass der neuen Piste speziell in Bezug auf die Ausbildung eine grosse Bedeutung zugemessen werde: Spätere Radprofis, die als Kinder und Jugendliche auf solchen Pisten von Beginn weg ihr Gleichgewicht geschult hätten, verhielten sich in brenzligen Situationen souveräner.

Dann ging es so richtig los mit der Action: Fahrer des Nationalteams und Nachwuchsfahrer zeigten, was sie mit einer solchen Piste anstellen, demonstrierten dem Publikum die Technik des «Pumpens» auf dem Pumptrack, wo nicht mehr in die Pedale getreten wird. Aber auch internationale Fahrer, unter ihnen der spanische Freestyler Xavier Pasamonte, der für die Eröffnung aus Barcelona angereist war und der deutsche Freerider Timo Pritzel zeigten in halsbrecherischen Fahrten gewagte Sprünge. Marvulli und Uli Forte liessen es sich nicht entgehen, selber eine Runde zu drehen, aber den krönenden Abschluss machte der Spanier, der mit seinem Bike einen Backflip, einen Rückwärtssalto ausführte.

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