Jugendprojektwettbewerb

Grenchner Tanzgruppe qualifiziert sich fürs kantonale Finale

Acht Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren haben sich für das Finale des kantonalen Jugendprojektwettbewerbs qualifiziert.

Lidija Barukcic und Madison Urso tanzen fürs Leben gern. Und sie haben Power, viel Power. Die beiden 16-jährigen Girls tanzen beide, seit sie 4 Jahre alt sind. Madison, die eine Lehre im Detailhandel begonnen hat und im Modehaus Metro in Biel arbeitet, war in verschiedenen Tanzschulen, wo sie Kurse in Ballett und Jazztanz besuchte, unter anderem nahm sie in Neuenburg Unterricht in Hip-Hop und Streetdance. Lidija war noch in der Schule und auf der Suche nach einer Lehrstelle, als das Grenchner Tagblatt die Mädchen im Lindenhaus besuchte. Ihr Traumberuf wäre Fachfrau Gesundheit, sagte sie damals, aber das Tanzen, das werde sie immer begleiten. Inzwischen hatte sie Glück und beginnt in Kürze mit einem Praktikum im Alterszentrum Baumgarten in Bettlach.

Beide, Lidija und Madison, hatten schon lange den Wunsch nach einer eigenen Tanzgruppe, wo sie ihre Choreos einstudieren und auf die Bühne bringen können. Und sie haben beide das Talent, andere mitzureissen. Im Lindenhaus schliesslich fanden sie die Örtlichkeit und die Möglichkeiten zu trainieren und ihre kleine «Company» zusammenzustellen. «Mir tut das jetzt schon weh, wenn die beiden einmal nicht mehr da sind, die haben so viel Energie und können andere dermassen motivieren», sagt auch Tamara Moser, die Leiterin des Lindenhauses. Die Idee tauchte auf, die Dance-­Company als Projekt beim Jugendprojektwettbewerb Solothurn einzureichen.

Lindenhaus Dance Group

Tanzgruppe aus dem Lindenhaus nimmt an Jugendförderprojekt teil

Im letzten Oktober haben sich die jungen Frauen für den Wettbewerb angemeldet. Dieser wird vom Dachverband Kinder- und Jugendarbeit Kanton Solothurn ausgerichtet und von SO Kultur und dem Lotteriefonds unterstützt. Es gibt Preisgelder, in der Höhe von 15'000 Franken zu gewinnen. Die Girls schickten ihren Projektbeschrieb ein und siehe da: Im Februar erhielten sie die Nachricht, dass ihr Projekt unter den ersten fünf ist und sie damit zur Finalteilnahme am 12.März im Stadttheater Olten eingeladen sind. Die Freude war riesig, die Motivation ebenso. «Wir hatten einen Monat Zeit, uns vorzubereiten, und haben zweimal pro Woche intensiv trainiert.»

Virus machte ihnen einen Strich durch die Rechnung

Dann kam die Coronapandemie. Das Finale in Olten wurde abgesagt respektive auf den Herbst verschoben. Und auch jetzt ist noch nicht klar, ob es stattfinden kann. «Schade, sehr schade», meinten die beiden Tänzerinnen. «Aber da kann man ja nichts machen. Also machen wir das Beste draus und werden etwas noch viel Besseres auf die Bühne bringen», sagten beide voller Überzeugung.

Die Truppe trainierte weiter, solange das im Lindenhaus möglich war, ergänzte die bestehende Choreografie mit weiteren Teilen und wollte sich auch für die Musik noch etwas einfallen lassen, wie sie sagten. Mit dem Lockdown musste auch das Lindenhaus schliessen, die Trainings durften nicht mehr stattfinden. Auch privat nicht, denn auch für die Mädchen galt die Fünf-Personen-Regel, und auch die Abstandsregeln mussten eingehalten werden.

«Die Zwangspause war lästig, weil wir nicht mehr zusammen trainieren konnten. Wir haben uns zwar auch überlegt, uns draussen zu treffen, aber mit der Beschränkung auf fünf Leute machte das keinen Sinn», sagt Lidija Barukcic. Sie selber habe zu Hause trainiert und getanzt, aber das sei nicht das Gleiche, sagt sie. «Im Grunde haben wir sozusagen nichts gemacht während des Lockdowns.» Ab Donnerstag diese Woche trifft sich die kleine Dance-Company wieder im Lindenhaus, und die Mädchen können zusammen trainieren – eine grosse Erleichterung.

So viel ist sicher: Da steckt viel Potenzial und viel Power in diesen jungen Frauen – gut möglich, dass sie beim Finale eine wirklich gute Performance abliefern und auf den vorderen Plätzen landen.

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