Ja-Wort

Grenchner Hochzeitsmesse: Mehr als das Kleid und die Ringe

An der 4. Grenchner Fest- und Hochzeitsmesse im Eusebiushof kam das zahlreiche Publikum voll auf seine Kosten.

Der rote Teppich führte hinein. Hinein in die vierte Fest- und Hochzeitsmesse Grenchen, hinein in den neuen Standort derselben. Aus organisatorischen Gründen fand die Messe heuer nämlich das erste Mal nicht im Grenchner Hof statt. Die 15 Ausstellerinnen und Aussteller präsentierten im grossen Saal des Eusebiushofes, was eine Hochzeit alles mit sich bringt.


Entweder betrat man den Saal am Sonntag schon mit guter und heiratsfreudiger Laune oder man wurde von dieser angesteckt, sobald man sich etwas umsah. Grund für diese lockere Atmosphäre waren bestimmt auch die Gesichter der Aussteller selbst. «Hochzeiten sind meine Passion», strahlte Laura Purrazzello vom Kosmetikgeschäft «Art of Beauty Laura», «für mich gibt es nichts Schöneres, als Frauen für ihren grossen Tag zu schminken.»


Es braucht mehr, als ein Ja-Wort und Ringe

Dass der mutmasslich schönste Tag des Lebens mehr bedarf, als nur das Ja-Wort und die Ringe, weiss Adriana Palermo Amacker von «La mariposa weddings», was übrigens für «Schmetterling» steht. Die habe man ja meist im Bauch, so die Hochzeitsplanerin. Sie steht Paaren bei der Planung und Organisation und für jegliche Fragen zum Thema Heiraten bei. «Je nachdem, wann das Paar auf mich zukommt oder je nach Wünschen, dauert eine Planung zwischen einem Monat und zwei Jahren.» Für sie sei ihre Tätigkeit aber mehr als nur Business, es seien persönliche Events, wo auch Freundschaften entstünden.

Dass die Messe auch für die Organisatorin, Kerstin Schlup, Inhaberin von Coiffure «Création Marc», etwas ganz Spezielles darstellt, war kaum zu übersehen. Aus dem Strahlen kam sie fast nicht mehr heraus: «Es ist einfach nur schön, der Hammer.» Sie war froh, dass sie die neue Location gefunden habe. Für die erste Modeshow wäre im alten Standort nicht genügend Platz gewesen für alle Besucher. Mehr als 400 Gäste waren zu Besuch. Zweimal präsentierten vier Frauen weisse Brautkleider von «L’amore-Brautmode». Ganz neu war der Auftritt von vier Kids, die Kommunionskleider zeigen durften. Ungeplant legten sie noch eine Tanz- und Singeinlage ein.


Diese Darbietung der Kleinsten gehöre zu den Höhepunkten, sagte Schlup. Von jeder Branche gibt es nur einen Stand aus Grenchen und der Umgebung, und das ganz bewusst: «Wir wollen den kleinen Rahmen beibehalten, so bleibt der Anlass familiär.»


Einige Anbieterinnen und Anbieter sind bereits seit der ersten Messe mit von der Partie, andere das erste Mal, wie zum Beispiel der Goldschmied Oliver Leuenberger. Live zeigte er, wie ein Ring entsteht. Wer wollte, durfte selbst Hand anlegen. Hochzeitsschmuck sei etwas sehr Spezielles und Persönliches, schliesslich begleite er das Paar ein Leben lang. Daher sei schon bei der Planung viel Sorgfalt gefragt.


Nicht nur Fragen zu Schmuck, sondern jegliche Fragen zur Trauung wurden am Sonntag beantwortet. Noch Offenes wird höchstwahrscheinlich nächstes Jahr geklärt, denn eine fünfte Messe ist geplant.

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