Grenchen
Stadtpräsident François Scheidegger mit 79,6 Prozent wiedergewählt – «das Resultat freut mich sehr»

François Scheidegger darf weitere vier Jahre im Amt des Grenchner Stadtpräsidenten bleiben. Mit 2563 Stimmen wird er am Sonntag wiedergewählt. Ende 2025 will Scheidegger zurücktreten.

Andreas Toggweiler
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François Scheidegger, Stadtpräsident von Grenchen, wurde wiedergewählt.

François Scheidegger, Stadtpräsident von Grenchen, wurde wiedergewählt.

Oliver Menge

Anlässlich der Wahl des Stadtpräsidenten vom Sonntag wurde François Scheidegger mit 2563 Stimmen zum Stadtpräsident von Grenchen gewählt. Dies sind 79,6 Prozent der Stimmen. Das Absolute Mehr betrug 1610 Stimmen. Die leer eingelegten Wahlzettel beliefen sich auf 655 (20,4Prozent). Die Stimmbeteiligung betrug 33,7 Prozent.

«Mit diesem Resultat bin ich mehr als zufrieden. Es freut mich sehr, dass ich so deutlich wiedergewählt wurde», erklärte Scheidegger nach der Wahl. «Es ist klar, dass man bei einer Wahl ohne Gegenkandidaten eine gewisse Anzahl Leerstimmen gewärtigen muss», erklärt Scheidegger weiter. Als Massstab gelten dem ehemaligen Amtsgerichtspräsidenten die Richterwahlen, wo bei Bestätigungswahlen ohne Herausforderer jeweils um die 70-75 Prozent Stimmen erzielt würden.

Dritte und letzte Amtsdauer

Leider habe sich bestätigt, dass hinsichtlich Stimmbeteiligung die Sachgeschäfte mehr mobilisieren als Wahlen, meint Scheidegger weiter. Doch das lasse sich auch auf kantonaler Ebene beobachten. Dritte und letzte Amtsdauer in Angriff nehmen François Scheidegger (59) wird somit seine dritte und wie bereits früher angekündigt, auch letzte Amtszeit in Angriff nehmen.

Der Rechtsanwalt und Notar und vormaliger Amtgerichtspräsident Solothurn-Lebern hatte 2013 als Kandidat einer bürgerlichen Entente Boris Banga das Stadtpräsidentenamt abgenommen und damit eine lange Ära sozialdemokratischer Stadtväter beendet. 2017 wurde er, ebenfalls in einer Kampfwahl, klar wiedergewählt. Die Amtsdauer des Stadtpräsidenten dauert jeweils bis Ende Kalenderjahr.

Scheidegger sieht sich motiviert, verschiedene aufgegleiste Projekte der Stadt zum Abschluss zu bringen bzw. weiter zu begleiten: Er nennt das Projekt Bahnhof Süd, den «Campus Technik», die Ortsplanungsrevision, den Windpark, den Bootshafen, die Modernisierung der familienexternen Betreuungsangebote etc. Auch soll die Steuersenkungsstrategie gemäss «Kompass»-Leitbild weiterverfolgt werden.

Klares Resultat der Sachfragen

Über den Ausgang der Urnenabstimmung vom Sonntag zeigt sich Scheidegger sehr befriedigt. Die deutliche Annahme beider Vorlagen sei ein gutes Zeichen. Fast schon überraschend hoch (über 80 Prozent Ja-Stimmen) sei die Zustimmung zum Systemwechsel bei der Kinderbetreuung ausgefallen.

Doch inzwischen sei in allen politischen Lagern die Erkenntnis gereift, dass von der Stadt betriebene Kinderkrippen nicht mehr zeitgemäss seien. «Wir waren weitherum die Letzten.»

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