Leuzigen

Gemeinderat gewählt – Budget genehmigt

v.l. Marc Dincer, David Jäggi, Sandra Meichtry und Martin Otti. Es fehlt: Daniel Bumann.

v.l. Marc Dincer, David Jäggi, Sandra Meichtry und Martin Otti. Es fehlt: Daniel Bumann.

Die Gemeindeversammlung Leuzigen hat die fünf Mitglieder des Gemeinderats gewählt. Gemeindepräsident bleibt Daniel Baumann.

Es war gleich in mehreren Punkten eine spezielle Gemeindeversammlung. Zum ersten Mal wurden die Gemeindebehörden von Leuzigen für die kommende Legislaturperiode an der Versammlung gewählt. Und es standen für den Gemeinderat mehr Kandidaten zur Wahl als Sitze, dies weil der Rat auf 5 Mitglieder verkleinert wurde.

Diese Tatsachen lockten rekordverdächtige 137 Stimmberechtigte in den Gemeindesaal Alte Post. Zudem wurde die Versammlung vom Gemeinde-Vizepräsident, David Jäggi, geleitet, weil Gemeindepräsident Daniel Baumann aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte. «Ich bin noch ziemlich nervös, aber das wird sich legen», sagte Jäggi zu Beginn dazu. Er leitete die Versammlung trotz kurzer Vorbereitungszeit souverän.

Baumann als Präsident bestätigt

Die Mitglieder der Bau- und Betriebskommission sowie der Bildungskommission wurden still gewählt, da aus der Versammlung heraus keine weiteren Kandidaten dazukamen. Für die fünf Mitglieder des Gemeinderats wurde die Wahl geheim durchgeführt. Das Resultat fiel klar aus. Gewählt wurden Daniel Baumann, Marc Dincer, David Jäggi, Sandra Meichtry und Martin Otti. Ivan Kolak, der als bisheriges Mitglied ebenfalls wieder antrat, schaffte die Wahl nicht. Nach zwei Legislaturperioden scheidet er nun aus dem Gremium aus.

Aus den neu gewählten Gemeinderäten wurde anschliessend der Gemeindepräsident gewählt. «Der Gemeinderat hat im Vorfeld beschlossen, Daniel Baumann als Kandidaten vorzuschlagen», erklärte Jäggi. Da dieser Vorschlag nicht durch weitere Kandidaten vermehrt wurde, galt Baumann als still gewählt. Somit wurde er in Abwesenheit in seinem Amt bestätigt.

Ein weiteres gewichtiges Traktandum stellte das Budget 2020 sowie der Finanzplan 2020 bis 2024 dar. Das Budget 2020 sieht für den Allgemeinen Haushalt einen Aufwandüberschuss von 359'609.65 vor, dies bei Aufwänden in der Höhe von 4,4 Mio. Franken und Erträgen in der Höhe von 4,1 Mio. Franken. Ein Grund für den Aufwandüberschuss seien die Abschreibungen, die auf das gesamte Verwaltungsvermögen von 2016 linear innnert 12 Jahren gemacht werden müssen, eklärte der zuständige Gemeinderat Marc Dincer. «Das sind jährlich 276'000 Franken, die sich jeweils auf Rechnung und Budget auswirken.» Die drei Spezialfinanzierungen Abwasser, Abfall und Elektrizität werden hingegen im Plus abschliessen. Das Eigenkapital wird per Ende 2020 auf 2,1 Mio. Franken reduziert.

Licht am Ende des Tunnels erwartet

Im Finanzplan werden für die nächsten fünf Jahre weiterhin Defizite in ähnlicher Höhe erwartet. Diese können aber weiterhin aus dem Eigenkapital gedeckt werden. «Wir erhoffen uns Licht am Ende des Tunnels», so Dincer auf eine Frage aus der Versammlung. Wenn das Verwaltungsvermögen aus dem Jahr 2016 im 2027 abgeschrieben sein wird, sollten die Ergebnisse wieder ausgeglichener ausfallen. «Bis dahin ist der Gemeinderat bestrebt, nur soviel Investitionen zu tätigen, wie auch tatsächlich nötig sind».sagte Dincer.
Das Budget mit einem Aufwandüberschuss von 300'809.65 Franken im Gesamthaushalt
und Nettoinvestitionen in der Höhe von 642'000 Franken wurde schliesslich einstimmig genehmigt. Die Steueranlage  für Gemeindesteuern bleibt unverändert bei 1,79 Einheiten, ebenso jene für die Liegenschaftssteuer bei 1,00 Promille. 

Im Weiteren genehmigte die Versammlung eine Teilrevision der Ortsplanung im Zusammenhang mit der Umsetzung der kantonalen Verordnung über Begriffe und Messweisen im Bauwesen sowie der Umsetzung der Festlegung von Gewässerräumen.

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