Grenchen

Die Chancen auf einen eigenen Bootshafen stehen gut — 15 Fragen und Antworten

Auf diesem Areal östlich vom Restaurant Fischerhaus ist der Bootshafen geplant.

Auf diesem Areal östlich vom Restaurant Fischerhaus ist der Bootshafen geplant.

Laut Stadtbaumeister Aquil Briggen besteht die berechtigte Hoffnung, dass noch dieses Jahr eine Baubewilligung erreicht werden kann. Die wichtigsten 15 Fragen und Antworten zum Thema.

Seit 2004 gibt es in Grenchen einen genehmigten Gestaltungsplan für einen Bootshafen an der Aare. Vom Projekt war in den letzten Jahren immer wieder die Rede. Auf einen Baubeginn wartete man bisher aber vergeblich. Doch in den letzten Monaten kam Bewegung in die Sache.  15 Fragen und Antworten:

1.  Was ist geplant und wo?

  Östlich vom Restaurant Fischerhaus sollen 75 neue Anlegeplätze für Boote und Schiffe verschiedener Grösse gebaut werden. Dazu wird ein Teil des Ufers ausgebaggert und Parallel dazu eine rund 160 Meter lange begehbare Hafenmole aus Spundwänden erstellt.

2.  Könnte man nicht eine schwimmende Mole verwenden, das wäre einfacher und günstiger?

Da die Schiffe platzsparend rechtwinklig zum Ufer festgemacht werden müssen, darf im Hafen keine Strömung vom Fluss spürbar sein. Das ist nur möglich mit einer richtigen Mole, welche den Hafen ganz abschliesst.

3.  Wo ist die Einfahrt zum Hafen?

Auf der Ostseite des Hafens. Die Boote können so gegen die Strömung in den Hafen einfahren.

4. Welche Infrastruktur ist sonst noch vorgesehen?

Ein Serviceplatz für Boote mit Tankstelle, WC Anlagen und Schliessfächer.

5.  Und wo entsteht das Hafenrestaurant?

  Es ist kein neues Restaurant geplant. Denn gleich neben dem neuen Hafen befindet sich das beliebte Restaurant Fischerhaus des Fischereivereins. Dieses soll im Zuge der Bauarbeiten noch an die Kanalisation angeschlossen werden.

6. Warum ging es mit dem Projekt bisher lange nicht vorwärts?

Zuerst musste ein Investor gefunden werden, der das ganze finanziert. Weil es beim vorliegenden Projekt Abweichungen vom genehmigten Gestaltungsplan gibt, musste mit dem Kanton abgeklärt werden, ob allenfalls sogar ein neuer Gestaltungsplan nötig ist. Das ist nicht der Fall. Da die Abweichungen geringfügig sind, hat der Kanton nun eine Baubewilligung in Aussicht gestellt.

7. Warum ist der Kanton für die Baubewilligung zuständig?

Weil es sich um ein Projekt ausserhalb der Bauzone handelt.

8. Was kostet der neue Bootshafen?

Eine grobe Kostenschätzung geht bisher von einem Betrag von 2,9 Millionen Franken plus Mehrwertsteuer aus.

9. Wer ist der Investor?

Ein bekannter Unternehmer aus der Region Grenchen, der nicht öffentlich genannt sein möchte, hat die Finanzierung des Projektes in Aussicht gestellt. Dem Vernehmen nach steht aber eine definitive Zusage noch aus. Die Vorarbeiten (Planungskredite bis zur Baubewilligung) sind eine finanzielle Vorleistung der Stadt.

10. Gibt es nach dem Bau somit 75 Bootsplätze mehr als bisher?

Nein, davon ist nicht auszugehen. Der Kanton plant, dieselbe Anzahl Bootsplätze, die dezentral am Aareufer verteilt sind, aufzuheben.

11. Und wie sieht es mit den Bootsplätzen auf der Berner Seite der Aare aus?

Dort wird sich voraussichtlich nichts ändern.

12. Braucht es eine Umweltverträglichkeitsprüfung?

Nein. Vorgesehen sind aber geologische Überwachungen des Grundwassers beim Bau der neuen Hafenmole.

13. Wie sieht es mit (Auto-)Parkplätzen am Hafen aus?

Nördlich des Hafens sind sowohl Autoparkplätze als auch eine parkähnliche Anlage mit Bäumen geplant. Der Fuss- und Veloweg wird neu erstellt und verläuft durch diese Anlage.

14 . Wer wird für den Betrieb und den Unterhalt des Hafens zuständig sein?

Eine Betreibergesellschaft, die vom Investor damit beauftragt wird. Diese muss dem Kanton eine Konzessionsgebühr zahlen und deckt ihre Ausgaben mit den Mieten für die Bootsplätze.

15. Wann wird der neue Hafen in Betrieb gehen?

Je nach Vorliegen der Baubewilligung. Es ist danach mit einer Bauzeit von 1-2 Jahren zu rechnen (Schätzung).

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