Beziehung

Das hat Bettlachs Partnergemeinde Lütschental zu bieten

Seit 40 Jahren sind Bettlach und Lütschental in der Jungfrau-Region Partnergemeinden. Mit regelmässigen Treffen wird die Freundschaft gepflegt. Was hat die Gemeinde zu bieten?

Seit Jahrzehnten besteht zwischen den Behördenmitgliedern von Bettlach und der Patengemeinde Lütschental im Berner Oberland ein freundschaftliches und kollegiales Verhältnis. Nur eine Autostunde liegen die beiden Ortschaften auseinander und sind trotzdem mit all ihren Natur- und Ortsverhältnissen extrem unterschiedlich.

Mit den Worten: «Die regelmässigen, jährlichen Treffen zwischen den Patengemeinden Bettlach und Lütschental erhalten die Freundschaft», beantwortet Gemeindeschreiber Gregor Mrhar aus Bettlach die Frage zum Grund der gegenseitigen Besuche. «Wenn es etwas zu feiern gibt – feiern wir gemeinsam.»

Heuer kein Treffen an der «Gwärbi» Bettlach

Doch leider musste die Einladung zur diesjährigen «Gwärbi» wegen der Pandemie verschoben werden. Voraussichtlich wird sie im April 2021 stattfinden. Delegationen der Göttigemeinde Bettlach haben bei ihren Besuchen im Patendorf Lütschental schon etliche fertig oder noch in Aussicht gestellte Projekte besucht wie: die Alpkäserei Hintisberg, das Wasserkraftwerk der Jungfraubahnen oder die riesige Lawinenverbauung hoch oben in der Gegend von Alp Hintisberg.

Als ehemalige Unterkunft für die Arbeiter an der Lawinenverbauung Hintisberg diente die Hütte im Oberläger. Heute gehört sie der Gemeinde Lütschental und wird seit 2009 bewartet. Das geplante Projekt Wasserversorgung in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden sowie die Instandhaltung der Strasse zur Alp sind die aktuellen Themen in Lütschental. Wie es für einen Götti üblich ist, schenkt er seinem Schützling einen Batzen. So geht es auch zwischen Bettlach und Lütschental. «Wir sind froh um die jährliche Spende, welche zu Gunsten von sonst nicht Realisierbarem zugutekommt», sagt Lütschentals Gemeindeschreiberin Nicole Steiner.

Vorzeigeobjekte für zukünftige Treffen mit der Göttigemeinde Bettlach sind das 2018 renovierte Mehrzweckgebäude, der neu konzipierte Spielplatz der Schule 2019 und der im Juli 2020 neu gestaltete Dorfplatz. Auch zur zweiten Patengemeinde Gelterkinden wird ein regelmässiger Kontaktaustausch mit gegenseitigen Besuchen gepflegt.

Nachbargemeinde von Grindelwald

Die Gemeindegrenze von Lütschental verläuft zu den Nachbargemeinden Grindelwald, Iseltwald, Gündlischwand und Lauterbrunnen. Umgeben von der steilen Senggfluh und vom Männlichengrat liegt das Dorf Lütschental während rund vier Wintermonaten im Schatten dieser Berge. Für Wanderer aus nah und fern lockt aktuell eine der bekannten Wanderrouten startend vom Ausflugsziel Schynige Platte, vorbei an weidenden Kühen mit einem Abstecher ins Berghaus Hintisberg bis hinab ins Lütschinental.
Warum nicht Coronaferien in Lütschental?

Wer erlebt schon täglich die Faszination von sprudelnden Bergbächen, blühenden Alpenwiesen und flatternden Schmetterlingen in allen Farben sowie duftendem Bergheu? Ferien werden gerne benutzt, um aus der gewohnten Umgebung auszubrechen. Für abenteuerlustige, sportliche oder Erholung suchende Besucherinnen und Besucher lockt das Berner Oberland. Wilde, ursprüngliche sowie geheimnisvolle Orte und Naturschönheiten gibt es zur Genüge zu entdecken.

Zum Greifen nah ist die Aussicht auf das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. Folgt man dem entsprechenden Wegweiser, wird man zusätzlich belohnt mit einer feinen Käseschnitte auf der Terrasse des Berggasthauses Hintisberg. Szenenwechsel mit Ausflug in eine unbekannte Natur könnte das Familien- oder Einzelpersonenprojekt heissen? Fürs kleine Budget und ohne vorab riesige Wanderrouten zu bewältigen, wird dorthin auch eine Tagesbewilligung für die Fahrt mit dem Auto für zehn Franken verkauft.

Verführerischer Duft von Alpkäse

Während die Rinder im Gebiet des Klettermekkas Hintisberg Burg im Moment ihr Alpleben geniessen, werden die Kühe täglich gemolken und ihre Milch zu feinstem Alpkäse verarbeitet. Das vierköpfige Älplerteam betreut 70 Kühe, 70 Rinder und 20 Schweine und verkauft auch gerne Alpkäse und Alpbutter vor Ort.

Ein Blick in den Käsespycher lässt die harte Arbeit von Nicole, Peter, Florian und Andreas nur erahnen, während dem Betrachter ein verführerischer Duft der schön aufgereihten Käselaibe entgegenströmt.

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