Banga
Barbara Banga gibt nicht auf

Knatsch um die Internetseite der Kinderbilderbuchtage. Weil die Seite zum Anlass schon durch FDP-Mann Eric von Schulthess reserviert wurde, musste die Ex-Präsidentin Banga auf eine andere Adresse ausweichen.

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Solothurner Zeitung

Die nächsten Grenchner Kinderbilderbuchtage finden vom 29. bis 31. Oktober 2011 im Parktheater statt, mit musikalischer Unterstützung der Mundartband Schtärneföifi. So wird der Familienanlass auf der neuen Internetseite www.kinderbilderbuchtage.info angekündigt. Bis im Januar, erklärt Gründerin Barbara Banga, soll das Programm feststehen.

Doch weshalb weicht Banga auf eine Homepage mit der Endung «info» aus? Sie selbst will dazu nichts sagen. Bloss, die Internetrecherche bringt es schnell ans Licht: Die Internetseite www.kinderbilderbuchtage.ch ist bereits durch FDP-Mann Eric von Schulthess reserviert. Es sieht aus, als wolle man der Ex-Präsidentin eins auswischen. Was Ersatzgemeinderat von Schulthess allerdings verneint. Er habe die Seite schon registriert, noch bevor die ehemaligen Kolleginnen des alten Trägervereins das Handtuch warfen (wir berichteten). Vielmehr überlegt sich der im Uhrengeschäft tätige Unternehmer, mit seiner Firma künftig Kinderbilderbücher produzieren zu lassen. Er habe die Homepage lediglich reserviert, weil es sich bei den Kinderbilderbuchtagen um einen bekannten Begriff handelt, und er hoffe, so in Suchmaschinen einen Vorteil zu erringen. Die Idee stamme ohnehin nicht von ihm, sondern von einer «dem alten Verein nahestehenden Person».

Dass er kurz nach kinderbilderbuchtage.ch auch noch kibibuta.ch gekauft hat, habe mit Animositäten nichts zu tun. «Das habe ich zur Abrundung der Idee gemacht», sagt von Schulthess. Er sei offen. «Wenn mich Barbara Banga anständig fragt und mit einem Konzept kommt, kann sie den ‹Grümpel› haben.» Rechtlich ist Banga im Vorteil: Die von ihr zum Schutz angemeldete Marke «Kibibuta» ist inzwischen eingetragen. (fup)

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