Grenchen

100 mal Pablo Picasso: Die berühmte Druckgrafik «Suite Vollard» ist im Kunsthaus zu sehen

Pablo Picasso im Jahr 1948 (Archivbild)

Pablo Picasso im Jahr 1948 (Archivbild)

Das Kunsthaus Grenchen kann die 100-seitige Druckgrafik «Suite Vollard» von Pablo Picasso (1881-1973) zeigen.

Die «Suite Vollard» von Pablo Ruiz Picasso (1881-1973) zählt zu den berühmtesten und bedeutendsten Grafik-Zyklen des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1930 bis 1937 schuf der Künstler diese Folge von 100 Blättern; es war Picassos erste Auseinandersetzung mit der Druckgrafik. Er schuf diese Serie auf Anregung des Pariser Galeristen Ambroise Vollard (1866-1939), der 1901 den damals 20-jährigen Picasso kennenlernte.

Insgesamt wurde die Grafik-Serie in einer Auflage von 330 Stück gedruckt, doch heute existieren nur noch wenige völlig komplette Sätze. Die grosszügige Leihgabe eines privaten Sammlers aus Solothurn, der die komplette Serie besitzt, macht diese Ausstellung im Girard-Haus des Kunsthauses Grenchen möglich, sagt Kunsthaus-Leiterin Claudine Metzger. Die Hängung der 100 Blätter wurde chronologisch aufgebaut, denn scheinbar war ein zeitlicher Ablauf Picasso wichtig, hat er doch auf jedem Blatt das Entstehungsdatum notiert.

Auf den Blättern werden die Themen «Verhältnis von Mann und Frau», «Leidenschaft», «Künstler - Modell - Kunstwerk», «Rembrandt» und der «Mythos des Minotaurus» behandelt. Gut erkennbar ist auf den Blättern als Modell Picassos damalige Geliebte Marie-Thérès Walter, die er als 46-Jähriger 1927 kennenlernte.

Sie war damals erst 18 Jahre alt, doch war sie die Frau, die den Künstler am tiefsten beeinflusste.
Interessant ist auch zu beobachten, wie Picasso in den ersten Blätter zunächst noch etwas zaghaft mit den Medium Druckgrafik umging, dann aber im Laufe der Zeit immer intensiver und leidenschaftlicher sich damit auseinandersetzte.

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