Langendorf
Das Hochhaus ist bald nur noch Erinnerung

Das Lanco-Hochhaus ist schon bald Geschichte. Hinter Baugerüsten wartet das Gebäude auf seinen Abriss. Der Aufwand für eine Sanierung wäre zu gross gewesen. Die Arbeiten werden bis vor den Sommerferien dauern.

Ralph Möll
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Noch ragt das markante Lanco-Gebäude beim «Ladedorf», wenn auch verhüllt, in den Himmel. hanspeter bärtschi

Noch ragt das markante Lanco-Gebäude beim «Ladedorf», wenn auch verhüllt, in den Himmel. hanspeter bärtschi

Solothurner Zeitung

Das Hochhaus wurde komplett eingepackt, damit während der Abbrucharbeiten nichts herunterfallen kann. Die Sicherheit der Kunden hat oberste Priorität. Und so kann während der Bauzeit auch das obere Parkdeck zeitweise nicht benutzt werden. Von Montag bis Donnerstag müssen die Kunden ihre Autos auf dem unteren Parkfeld abstellen.

Rechtzeitig für den grossen Ansturm am Wochenende wird das obere Parkdeck jeweils am Donnerstagabend wieder zugänglich gemacht. «Aber auch unter der Woche stehen jederzeit genügend Parkplätze zur Verfügung», versichert Stephan Bielser.

Per Webcam zuschauen

Wie der nach dem Abbruch frei werdende Platz verwendet wird, ist den Verantwortlichen bei der Migros noch nicht klar. «Er bietet sich natürlich für spezielle Aktionen und Aktivitäten an. Da fällt uns ganz sicher noch einiges ein», sagt Stephan Bielser. Sicher ist aber, dass anstelle des Hochhauses keine neue Baute errichtet wird. Um den Interessierten einen Eindruck der Abrissarbeiten zu ermöglichen, soll auf dem Kran noch eine Webcam installiert werden, damit der Fortschritt des Abbruchs quasi aus der Sicht des Krans mitverfolgt werden kann. Von unten her sieht man aufgrund der Hülle um das Hochhaus nämlich gar nichts.

Der Hochhaus-Abriss ist nicht die einzige bauliche Veränderung, welche bis Ende Oktober vorgenommen wird. Das obere Parkdeck, die Zugangsrampe vom unteren Parkdeck her sowie der Eingangsbereich werden vollständig überdacht. Auch die Parkplätze an der Nordseite des Centers, die primär für gehbehinderte Kunden reserviert sind, werden überdacht. Ausserdem wird eine Passerelle vom nördlichen Parkhaus zum Parkdeck gebaut.

Luftige Holzkonstruktion

Die Überdachung wird als luftige Holzkonstruktion realisiert, die grossen Lichtdurchfluss gewährt, sodass es auch unter dem Dach sehr hell bleibt. «Sonst müssten wir ja beleuchten. Das wäre unsinnig», betont Stephan Bielser. Der Centerleiter erklärt, dass das «Ladedorf» sehr energiebewusst ausgerichtet ist: «Das ganze Gebäude ist Minergie-zertifiziert. Wir sammeln so viel Energie aus der Umgebung wie möglich.»

Die geplante grosszügige Wellenform der Überdachung erinnert einerseits an den Baldachin über dem Bahnhofplatz Bern. Anderseits nimmt das Dach auch Bezug auf ein zweites Fabrikgebäude, welches nach dem Ende der Lanco im Jahre 1973 dem heutigen Parkplatz weichen musste. An der Ostseite des «Ladedorf»-Gebäudes entsteht zudem ein weiterer, ebenfalls überdachter Eingang. Dieser liege auf der Ebene des unteren Parkfeldes und ermögliche einen bequemen Zugang zur Do-it- und Garten-Abteilung, erklärt Stephan Bielser.

Die Umbauarbeiten, die 2008 ihren Anfang genommen haben, sollen am 30. Oktober 2011 abgeschlossen sein. Dann will sich das fertige «Ladedorf» mit einem Sonntagsverkauf und einem Bauabschlussfest den Kunden präsentieren.

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