Schweiz

Zürich als positive Ausnahme: In allen anderen Regionen wird weniger gearbeitet

Geschlossene Restaurants führten zu einem Stellenabbau im Gastgewerbe. (Symbolbild)

Geschlossene Restaurants führten zu einem Stellenabbau im Gastgewerbe. (Symbolbild)

Das Beschäftigungsbarometer des Bundesamts für Statistik zeigt weiterhin negative Tendenzen. Besonders hart trifft die Coronakrise das Gastgewerbe und die Stellenvermittler.

(mg) Im dritten Quartal wies die Schweiz insgesamt 5,14 Millionen Beschäftigte im sekundären und tertiären Sektor auf. Das sind 0,4 Prozent weniger als noch im Vorjahr, was insgesamt 21'000 Stellen entspricht. Besser sieht der Vergleich mit dem zweiten Quartal des laufenden Jahres aus: «Bei den saisonbereinigten Werten stieg die totale Beschäftigung im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent», schreibt das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Dramatische Einbrüche musste das Gastgewerbe hinnehmen. Hier sank die Beschäftigung um 10,9 Prozent (29'000 Stellen) gegenüber dem Vorjahr. Weiterhin stark betroffen von der Coronapandemie ist auch der Sektor «Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften». Da arbeiten 8000 Personen weniger als noch vor Jahresfrist. Einen Wachstum konnten die Statistiker dafür im Bereich «Gesundheits- und Sozialwesen» registrieren.

Regional fällt die Statistik höchst unterschiedlich aus: Während im Tessin die Beschäftigung um 1,5 Prozent am stärksten abnahm, stieg sie in Zürich um 0,8 Prozent. Zürich ist aber die Ausnahme: In allen anderen Schweizer Regionen ist der Trend negativ. Negativ sind auch die Aussichten: Der Indikator der Beschäftigungsaussichten ist lauf dem BFS leicht gesunken. 6,8 Prozent der befragten Unternehmen planen einen Abbau der Beschäftigten – 73,3 Prozent wollen im kommenden Quartal aber ihre Mitarbeiter halten.

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