Ständerat
Wie Ständerat Luginbühl der kleinen Kammer zum Höhepunkt verhalf

Orgasmus statt Organismus: BDP-Ständerat Werner Luginbühl sorgt am Dienstag im Ständerat ungewollt für einen Höhepunkt. An der Ablehnung des von ihm bekämpften Nagoya-Protokolls ändert der verbale Ausrutscher aber nichts

Drucken
Teilen
BDP-Ständerat Werner Luginbühl sorgt im Rat für Heiterkeit - und lacht selber mit

BDP-Ständerat Werner Luginbühl sorgt im Rat für Heiterkeit - und lacht selber mit

Screenshot nzz.ch

Besonders sexy ist das Thema nicht, das am Dienstagvormittag auf der Traktandenliste des Ständerates stand: Eigentlich geht es im Ständerat am Dienstag ums Nagoya-Protokoll. Dieses regelt den Zugang zu genetischen Ressourcen.

Für etwas Unterhaltung sorgt bei der trockenen Debatte der Berner BDP-Ständerat Werner Luginbühl, wie die nzz.ch weiss.
Dieser erklärte seinen Ratskollegen, wieso er das Protokoll ablehnt. Und sagte bei seinen Ausführungen über die «pathogenen» Organismen, das seien «Objekte, die einen bestimmten Orgasmus krank machen».

Im Ratssaal machte sich Heiterkeit breit. Auch Luginbühl quittiert den Versprecher mit einem Lacher. An der Zustimmung der Mehrheit des Rates zum Geschäft konnte er aber auch nichts mehr ändern.

Er wisse nicht, wie ihm der Versprecher habe passieren können, sagt Luginbühl zu «20 Minuten». Er habe das Malheur ja zuerst nicht mal bemerkt. «Selbstverständlich musste ich mir nachher noch Sprüche anhören», meint er lachend, «aber die sind nicht druckreif».

Luginbühl ist nicht der erste Politiker, der im Parlament für Lacher sorgt und selber mitlacht. Legendär sind die Lacher von Bundesrätin Doris Leuthard zu den Bestimmungen für Pferdezucht und jene von Hans Rudolf Merz übers Bünderfleisch. (rsn)

Aktuelle Nachrichten