Schweiz

Wegen Corona: Gesundheitskosten wachsen 2020 weniger stark

Dieses Jahr blieben wegen der Coronapandemie mehr Spitalbetten unbenutzt. Dadurch sanken die Kosten. (Symbolbild)

Dieses Jahr blieben wegen der Coronapandemie mehr Spitalbetten unbenutzt. Dadurch sanken die Kosten. (Symbolbild)

Dieses Jahr haben Spitäler und Ärzte pandemiebedingt weniger Leistungen erbracht. Das schlägt sich auch in den Kosten nieder. Allerdings dürften die Ausgaben in Zukunft wieder anziehen.

(rwa) Die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich rechnet für dieses Jahr mit einem Anstieg der Gesundheitsausgaben um 3,1 Prozent. Im Vorjahr betrug das Wachstum noch 3,4 Prozent. Ins Gewicht fiel die tiefere Kostenzunahme vor allem bei Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Spitex oder medizinischen Labors, wie die KOF am Dienstag mitteilte.

Allerdings habe die Coronakrise die Unsicherheit der Prognose erhöht, schreibt die KOF. Die Folgen der Coronapandemie für die Gesamtkosten seien nicht eindeutig. Zwar brächten die stationäre Behandlung von Coronapatienten relativ hohe Kosten mit sich, schreiben die Forscher. In anderen Bereichen seien aber weniger Eingriffe durchgeführt worden als in den Vorjahren.

Langfristig ist der Befund der KOF jedoch klar: Die Gesundheitsausgaben werden in Zukunft in der Schweiz weiter zunehmen. Für 2021 prognostizieren die Forscher einen Anstieg von 3,3 Prozent, für 2022 um 3,8 Prozent. Pro Kopf bedeutet das: Nächstes Jahr dürften die Gesundheitsausgaben jede Person hierzulande 10'136 Franken kosten.

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