Schloss Wartenfels
Warten auf Schloss Wartenfels

Die umfassende Renovation von Schloss Wartenfels dauert bis 2011. Die Kosten belaufen sich auf 900 000 Franken. Aus Sicherheitsgründen sind nächstes Jahr keine Aktivitäten geplant. Auch Hochzeiten müssen bis nach der Renovation verschoben werden.

Drucken
Teilen
21_schloss_fhe.jpg

21_schloss_fhe.jpg

Aargauer Zeitung

Beat Wyttenbach

Der Stiftungsrat von Schloss Wartenfels, in dessen Besitz das Lostorfer Bauwerk seit 1983 ist, informierte am Mittwoch über die umfassenden Sanierungsmassnahmen, denen das Schloss bis ins Jahr 2011 unterzogen wird. Die Gesamtbaukosten an dem sich in vier Etappen vollziehenden Sanierungsprojekt belaufen sich auf rund 900 000 Franken. Beteiligen werden sich neben der Stiftung auch der Kanton Solothurn, die Stadt Olten und die Gemeinde Lostorf.

Nord- und Westfassade

In diesem Jahr steht die Sanierung der Nord- sowie der Westfassade an. Derzeit werden die Fassaden einer Detailuntersuchung unterzogen. Zweck dieser Datenerhebung sei es, «die bauliche Entwicklungsgeschichte des Schlosses zu verfeinern», so Architekt und Denkmalpfleger Reto Esslinger.

In diesem Monat werden bereits die ungenügenden Putzschichten entfernt. Wenn diese Arbeiten beendet sind, wird mit dem Auftragen der neuen Bauschichten begonnen. Am Schluss wird die Fassade noch gestrichen; voraussichtlich mit einer Kalkfarbe. «Das Schloss wird dann heller erscheinen und sich auffälliger präsentieren», hielt Esslinger fest. Parallel dazu sollen diverse Reparaturarbeiten im Dachrandbereich und an der Dachfläche vorgenommen werden. Diese Arbeiten dauern bis in den Oktober hinein.

Süd- und Ostfassade

Da derselbe Sanierungsplan auch für die Ost- und die Südfassade vorgesehen ist, werden die Gerüstbauten im Südteil alle Aktivitäten im Schlosshof im kommenden Jahr verunmöglichen, und das Schloss wird der Öffentlichkeit nur im Rahmen einzelner, gezielter Führungen zugänglich sein. Auch für Hochzeiten und andere gesellschaftliche Anlässe können die Räumlichkeiten nicht genutzt werden; dies hauptsächlich aus Sicherheitsgründen. «Ich möchte nicht, dass die Besucher auf den Gerüsten herumturnen und noch jemand verunfallt», verlieh Stiftungsratspräsident Peter André Bloch seiner Besorgnis Ausdruck. Kleinere Veranstaltungen im Schlossgarten sollten jedoch möglich sein.

Speziell die Renovationen der Fassaden müssen im Sommerhalbjahr vorgenommen werden. «Damit der Putz hält, darf es nicht zu heiss und nicht zu kalt sein», erklärte Reto Esslinger. Deshalb könne man diese Arbeiten nicht im Winterhalbjahr ausführen. In dieser Jahreszeit hingegen werden die Renovationsarbeiten im Schloss selbst durchgeführt. Im Winter 2009/10 sind der Rittersaal und die Deckenmalereien im Esszimmer an der Reihe; im Winter 2010/11 soll dann die Schlosskapelle folgen und den Abschluss der Arbeiten bilden. «Die Kapelle wird sich dann viel farbiger präsentieren», glauben Bloch und Esslinger.

Aktuelle Nachrichten