Wallis
Vor 20 Jahren kamen bei der Unwetterkatastrophe in Gondo 13 Menschen ums Leben

Am 14. Oktober jährt sich die Unwetterkatastrophe in Gondo im Oberwallis zum 20. Mal. Überschwemmungen, ein Erdrutsch und eine Schlammlawine hatten Dutzende Häuser mitgerissen. 13 Menschen starben.

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Ab Donnerstag gab es «enorme Niederschläge», erzählt Roland Squaratti, Gemeindepräsident von Gondo-Zwischenbergen VS. Am Freitagabend dann der Alarm für die Feuerwehr. «Es wurde schlimmer.»

Zehn Feuerwehrleute überwachten den unteren Dorfteil die ganze Nacht lang, dort befürchteten sie Überschwemmungen. Und dann kam der Hang.

Das Unglück ereignete sich am Samstag, 14. Oktober 2000, und teilte das Dorf im Oberwallis in zwei Hälften. Unter anderem zetrümmerten drei an die 500 Tonnen schwere Elemente einer Steinschlagschutzmauer zehn Gebäude. 13 Menschen starben.

14. Oktober 2000: Die Einwohner von Gondo werden evakuiert.
7 Bilder
Das geteilte Dorf am Tag des Erdrutschs, 14. Oktober 2000.
Der Zwischenbergbach am Unglückstag.
Aufräumarbeiten am 16. Oktober 2000.
Die Überreste eines Hauses, fotografiert am 16. Oktober 2000.
14. Oktober 2000: Vor 20 Jahren kamen bei Unwetterkatastrophe in Gondo 13 Personen ums Leben

14. Oktober 2000: Die Einwohner von Gondo werden evakuiert.

Keystone

20 Jahre später sind zumindest die optischen Wunden verheilt. «Gondo geht es jetzt gut», sagt Roland Squaratti. Durch den Wiederaufbau habe Gondo einen schönen Dorfplatz bekommen. Doch nicht nur die Opfer des Unwetters fehlen in Gondo. «Es sind auch viele weggezogen.» (smo)

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