Bahnverkehr
Überfüllte Züge: Auf jedem vierten Platz sitzt ein SBB-Mitarbeiter

Mit einer ersten Massnahme will die SBB gegen überfüllte Züge ankämpfen: Ihre Mitarbeiter sollen nicht mehr in den Spitzenzeiten zur Arbeit fahren. Das könnte etwas bringen: In den Rush-Hours sitzt auf jedem vierte Platz ein SBB-Angestellter.

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Pendler im Zürcher Hauptbahnhof (Archiv)

Pendler im Zürcher Hauptbahnhof (Archiv)

Keystone

Man kennt es: Am Morgen und am Abend ist in den Pendlerzügen kaum mehr ein Platz zu finden. Die SBB will mit einer ungewohnten Massnahme nun einen ersten Schritt zur Behebung des Problems tun. Sie verordnet ihren Mitarbeitern «Fernverkehrszüge zu den Hauptverkehrszeiten wenn immer möglich zu meiden», wie SBB-Sprecherin Lea Meyer gegenüber dem «Tages Anzeiger» sagt.

Das könnte durchaus etwas bringen. Denn in den besagten Stosszeiten sind 25 Prozent der Fahrgäste mit einem Mitarbeiter-GA der SBB unterwegs.

Die überfüllten Züge, jene die zu über 95 Prozent ausgelastet sind, fahren in erster Linie zwischen Zürich und Bern, jeweils Morgens und Abends. Weil Zürich und Bern die Hauptstandorte der SBB sind, sind auf dieser Linie besonders viele SBB-Mitarbeiter unterwegs.

Nun sollen die SBB-Angestellten früher auf den Zug. Beispielsweise werden sie gebeten, statt dem 7.02-Zug von Zürich nach Bern schon jenen um 6.49 Uhr nehmen. Dafür sollen sie Abends statt um 17.11 schon zehn Minuten früher in umgekehrter Richtung reisen. Dies gabe SBB-Chef Andreas Meyer diese Woche an einer Kaderkonferenz bekannt. (nch)

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