Schiesserei

Todesschüsse von Daillon sorgen europaweit für Schlagzeilen

Die tödlichen Schüsse im Walliser Dorf Daillon haben europaweit Betroffenheit ausgelöst. Die Online-Portale in den Nachbarländern der Schweiz berichteten prominent über den Fall. Auf Twitter entspann sich eine Diskussion über den Schusswaffenbesitz.

Die tödlichen Schüsse eines Mannes im Walliser Dorf Daillon haben europaweit Betroffenheit ausgelöst. Die Online-Portale in den Nachbarländern der Schweiz berichteten prominent über den Fall. Auf Twitter entspann sich eine Diskussion über den Schusswaffenbesitz.

In Deutschland berichteten die "Frankurter Allgemeine Zeitung", die "Süddeutsche Zeitung", die "Welt" und der "Spiegel" auf ihren Online-Portalen über die Schiesserei im Wallis, die drei Menschen das Leben gekostet hat. "Bitte nehmt ihnen die Waffen weg. Denn sie wissen nicht, was sie tun", heisst es in einem Leserkommentar.

"Wahnsinn kennt keine Grenzen"

Auf den Internet-Portalen von "Le Monde" und "Le Figaro" in Frankreich zeigten sich zahlreiche Leser betroffen. In Kommentaren verwiesen sie darauf, dass in der Schweiz Armeewaffen zu Hause gelagert werden. Ein Kommentator auf "Le Figaro Online" schrieb: "Der Wahnsinn kennt keine nationalen Grenzen."

Mit einem eigenen Korrespondentenbericht war die italienische Tageszeitung "La Repubblica" präsent, während der "Corriere della Sera" seine Berichterstattung auf Agenturmaterial abstützte. Die Verlinkung über Facebook und Twitter sorgte dafür, dass sich die Nachricht aus dem Wallis über Social Media rasch verbreitete.

In Österreich berichteten die Online-Sites der "Kronenzeitung" und des "Standard" ebenfalls über die Schiesserei. "Gestörte Typen gibt es leider überall", lautete der Kommentar eines Lesers der "Kronenzeitung". Ähnlich lautende Stellungnahmen waren auf zahlreichen Sites auch in anderen Teilen Europas zu finden.

"Breaking news" der BBC

Zahlreiche Medien in Europa übernahmen ihre Informationen direkt von den Schweizer Online-Portalen 20minutes.ch und blick.ch. Über Twitter ging die Meldung über die tödlichen Schüsse in Daillon um die Welt. Die britische BBC setzte eine "breaking news" ab. In zahlreiche Tweets sorgte sich die Leserschaft um die Sicherheit.

Einige Kommentatoren zogen gar Parallelen zum Amoklauf an einer Schule im amerikanischen Newtown, wo am 14. Dezember 20 Kinder erschossen worden waren. Der Amoklauf entfachte in den USA eine heftige Debatte über den Besitz von Schusswaffen. Am (heutigen) Donnerstag hat die Schule ihren Betrieb wieder aufgenommen.

Prominent berichtete schliesslich auch die elektronische Ausgabe der norwegischen Tageszeitung "Aftenposten" über die tödlichen Schüsse im Wallis. Im 22. Juli 2011 hatte der Rechtsextremist Anders Behring Breivik in Oslo und auf der Ferieninsel Utöya insgesamt 77 Menschen getötet.

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