Coronakredite

Spitzenverdiener im Sport: Nationalrat hält an höheren Lohneinbussen fest

Schauen Grossverdiener im Sport schon bald in die Röhre und müssen auf proportional mehr Lohn verzichten? Darüber streiten National- und Ständerat.

Schauen Grossverdiener im Sport schon bald in die Röhre und müssen auf proportional mehr Lohn verzichten? Darüber streiten National- und Ständerat.

Die Bedingungen für die Coronakredite zugunsten von Sportvereinen geben im Parlament weiter zu reden. Der Nationalrat beharrt darauf, dass Spitzenverdiener auf mehr Lohn verzichten müssen.

(rwa) Damit gibt es bei den Bedingungen für die Millionenkredite für Sportvereine weiterhin eine Differenz zwischen den Räten: Während die grosse Kammer verlangt, dass Vereine in diesem Fall die Lohneinbussen je nach Gehaltsklasse abstufen müssen, findet der Ständerat, dass eine solche Regelung unnötig ist. Der Bundesrat plädiert für eine generelle Lohnsenkung von 20 Prozent, sofern die Kredite nicht innerhalb von drei Jahren zurückbezahlt werden.

Der Nationalrat hat am Mittwoch mit 120 zu 54 Stimmen bei 4 Enthaltungen an seiner Position festgehalten. Es gehe darum, dass der Bund keine überhöhten Spielerlöhne finanziere, sagte Roland Fischer (GLP/LU) im Namen der Kommission.

Die Entscheidung den Vereinen überlassen

FDP und CVP stellten sich gegen den Vorschlag. Die Bedingungen seien schon sehr strikt und weitere Hürden unverhältnismässig, betonte Olivier Feller (FDP/VD). Der Schwyzer CVP-Nationalrat Alois Gmür bezeichnete die Regelung als unnötigen Eingriff in die Lohnpolitik. Die Entscheidung müsse den Vereinen überlassen bleiben.

Finanzminister Ueli Maurer sprach sich ebenfalls gegen eine Abstufung aus. In der Praxis liesse sich das kaum kontrollieren. Der Bundesrat verwies auch darauf, dass der Betrag angesichts der Coronahilfe in Milliardenhöhe vernachlässigbar sei. Aber der Teufel stecke ja bekanntlich im Detail.

Nun muss der Ständerat sich noch einmal mit dem Geschäft befassen.

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