Pressekonferenz

Schweiz weiter von Coronavirus verschont – Schweizer in Frankreich dürfen Quarantäne verlassen

Das Bundesamt für Gesundheit informierte heute Freitag über das Corona-Virus.

Das Bundesamt für Gesundheit informierte heute Freitag über das Corona-Virus.

Das Bundesamt für Gesundheit hat am Freitag über den Stand des Coronavirus informiert. Noch immer gibt es in der Schweiz keine bestätigten Verdachtsfälle. Ausgefolgene Schweizer können heimreisen.

(dgo/dpo) Gute Nachrichten für die aus China ausgeflogenen Schweizerinnen und Schweizer, die sich zurzeit wegen des Verdachts auf das Coronavirus in Südfrankreich in Quarantäne befinden: Sie dürfen voraussichtlich am Sonntag weiter in die Schweiz reisen.

Die Quarantäne endet für sie offiziell am Samstag um Mitternacht, erklärte am Freitag vor den Medien in Bern Serge Bavaud, stv. Chef Krisenmanagementzentrum im Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Von den insgesamt acht Schweizern und chinesischen Angehörigen wollten zum jetzigen Zeitpunkt sechs die Möglichkeit der Weiterreise in Anspruch nehmen.

Weiter bestätigte Bavaud, dass die zwei Schweizer Staatsangehörige, die mit anderen Passagieren auf dem Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» in Japan festsitzen, bei guter Gesundheit seien. Das EDA stehe in regelmässigen Kontakt mit ihnen. Wann die Quarantäne auf dem Schiff zu Ende ist, sei jedoch Sache der japanischen Behörden.

Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim BAG, kam auch auf die Situation in der Schweiz zu sprechen. Diese habe sich nicht gross verändert. «Zurzeit kommen wir auf 250 Verdachtsfälle, aber keiner davon wurde bestätigt – andernfalls hätte man Sie darüber informiert.» Sollte sich ein Fall bestätigen, käme die Person sofort in Quarantäne. Danach würde man mit denjenigen Menschen sprechen, die mit der infizierten Person zuvor in Kontakt gestanden hatten.

Wie wichtig dieses sogenannte «Contact tracing» und die internationale Zusammenarbeit sei, erklärte Masserey an einem Beispiel: Ein Brite sei von Südostasien nach Europa geflogen und habe sich mit anderen Personen ein Chalet in einem Skigebiet in den französischen Alpen geteilt. Inzwischen wird er mit Fällen in England, Frankreich und Spanien in Verbindung gebracht. Darunter ist auch ein Kind, das sich derzeit im Kanton Neuenburg in Quarantäne befindet.

Aufseiten der Bevölkerung scheint weiterhin ein grosser Informationsbedarf zu sein. Zu diesem Schluss kam Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG: «Wir haben etwas über eine halbe Million Aufrufe auf unserer Website verzeichnet, seit sie aufgeschaltet wurde.» Über die extra aufgeschaltete Hotline des BAG seien inzwischen über dreitausend telefonische Auskünfte erteilt worden.

Die Öffentlichkeit müsse sich hingegen wohl oder übel an zwei neue Bezeichnungen gewöhnen. Mathys kam damit auf die Weltgesundheitsorganisation WHO zu sprechen, welche die Krankheit neu Covid-19 nennt. Das ist die Englische Abkürzung für Corona Virus Diesease 2019. Das BAG werde diese Bezeichnung nun ebenfalls übernehmen. Zugleich habe der Virus selber nun ebenfalls einen Namen neuen Namen: Sars-CoV-2.

Alle News aus der BAG-Pressekonferenz vom Freitagmittag können Sie hier im Newsticker im Detail nachlesen:

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