Simplonpass

Schiessplatzpläne unter Beschuss: Armee zieht Gesuch zur Überarbeitung zurück

Eine Panzerhaubitze bei einer Schiessübung bei Frauenfeld.

Eine Panzerhaubitze bei einer Schiessübung bei Frauenfeld.

Marschhalt für den Schiessplatz Simplon. Die Armee zieht das Baugesuch zurück und will das Projekt neu überarbeiten. Zahlreiche Organisationen und Verbände hatten Beschwerde eingereicht.

(mg) Die Schiessanlage auf dem Simplonpass wird vorerst nicht ausgebaut. Wie das Bundesamt für Rüstung (armasuisse) am Dienstag mitteilte, ziehe man Baugesuch zurück. 31 Einsprachen von Privatpersonen und Umweltverbänden seien zum geplanten Ausbau der Ausbildungsinfrastruktur eingegangen. Die dortige Anlage ist gemäss armasuisse der einzige Schiessplatz, auf dem auf lange Distanzen sowie mit dem Grossteil der Artilleriemunitionsarten geschossen werden kann. Diese Anlage hätte nun für 30 Millionen Franken ausgebaut werden sollen.

«Den Anliegen der Einsprechenden zum Vorhaben kann nicht mit geringfügigen Projektanpassungen Rechnung getragen werden», schreibt armasuisse. Anlass zur Kritik habe hauptsächlich der geplante Rundkurs für Panzerhaubitzen sowie die Grösse und die Gestaltung des neuen Betriebsgebäudes gegeben. Nun soll «unter Einbezug der privaten Einsprechenden, der Verbände und der Behörden mögliche Optimierungsmöglichkeiten geprüft werden». Die Gespräche sollen im Herbst starten.

Ziel ist ein erneutes Baugesuch. Allerdings verzögere sich das Projekt. Mit einer erneuten Baueingabe wird im Frühjahr 2021 gerechnet. Das Parlament hat den Kredit für das Projekt bereits 2018 bewilligt.

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