Schweiz

Rückholaktion des Bundes geht zu Ende – 4000 Schweizer Bürger kehren heim

Der Bund holte mit 35 Flügen fast 4000 Schweizerinnen und Schweizer in die Heimat.

Der Bund holte mit 35 Flügen fast 4000 Schweizerinnen und Schweizer in die Heimat.

Die grösste Rückholaktion in der Geschichte des Bundes geht zu Ende. Bislang kehrten rund 4000 Schweizerinnen und Schweizer wegen der Coronakrise in ihre Heimat zurück.

(rwa) Die letzten beiden der insgesamt 35 Flüge stehen in den nächsten Tagen auf dem Programm. Am Sonntag soll eine Maschine aus der indischen Stadt Kolkata landen, am nächsten Mittwoch ist ein Flug aus Ghanas Hauptstadt Accra vorgesehen. Bislang hat der Bund 6950 im Ausland blockierte Menschen in die Schweiz geflogen. Darunter sind 3974 Schweizer Staatsangehörige, wie das Aussendepartement (EDA) in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Mehr als 1500 Schweizerinnen und Schweizer konnten dank Repatriierungsflüge anderer Staaten heimkehren.

Trotz aller Anstrengungen wird es gemäss EDA nicht möglich sein, alle Reisenden zurückzuholen. Nach Angaben der Schweizer Botschaften sitzen noch einige hundert Personen im Ausland fest, die gerne zurückkehren würden. Die Schweiz gewähre ihnen konsularischen Schutz.

Die Repatriierungsflüge hat der Bund vorfinanziert. Die Kosten belaufen sich auf rund zehn Millionen Franken und werden zu rund 80 Prozent von den Reisenden übernommen. Diese bezahlen den marktüblichen Preis für ihren Flug.

Seit Ausbruch der Coronakrise liefen auch die Telefondrähte heiss. Bei der Helpline des EDA gingen im März über 10'000 Anrufe und rund 18'000 E-Mails ein. Zum Vergleich: In der Regel erhält das EDA rund 50'000 Anfragen pro Jahr.

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