Studie

Plus 77 Prozent – Managerlöhne in der Schweiz seit 2009 förmlich explodiert

Die jährlichen Zahlungen an die Chefs der 20 Unternehmen des Schweizer Aktienindex SMI erhöhten sich von 2009 bis 2016 im Mittel um 41 Prozent.

Die jährlichen Zahlungen an die Chefs der 20 Unternehmen des Schweizer Aktienindex SMI erhöhten sich von 2009 bis 2016 im Mittel um 41 Prozent.

Die Löhne der Chefs der 100 grössten Schweizer Unternehmen haben sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. Insbesondere in mittelgrossen Firmen ausserhalb der Finanzindustrie sind die Zahlungen förmlich explodiert.

So erhöhten sich die jährlichen Zahlungen an die Chefs der 20 Unternehmen des Schweizer Aktienindex SMI von 2009 bis 2016 im Mittel (Median) um 41 Prozent von 5,5 Millionen auf 7,7 Millionen, wie eine am Freitag publizierte Studie des Beratungsunternehmens PWC zeigt.

Die Entschädigungen der Geschäftsleiter der 30 mittelgrossen Unternehmen des Aktienindex SMIM stiegen in diesem Zeitraum sogar um 67 Prozent von 2,2 auf 3,6 Millionen Franken. Geringere Lohnanstiege dagegen gab es für Chefs von kleineren Schweizer Unternehmen (Small Caps). Ihre jährliche Entlöhnung erhöhte sich im Mittel nur um 12 Prozent von 1,2 auf 1,4 Millionen Franken.

Dabei gibt es Branchenunterschiede. Während die Managerlöhne in der Finanzindustrie in dieser Periode im besten Fall stagnierten, wuchsen die Saläre in anderen Branchen umso deutlicher. Insbesondere Chefs von SMIM-Firmen ausserhalb der Finanzbranche konnten sich über kräftige Saläranstiege freuen. Ihr Median-Lohn stieg in diesen sieben Jahren um insgesamt 77 Prozent, was einer jährlichen Lohnsteigerung von 8,5 Prozent entspricht.

Zum Vergleich: Das allgemeine Lohnniveau in der Schweiz ist in diesem Zeitraum gemäss dem Lohnindex des Bundesamtes für Statistik (BFS) um 5,3 Prozent oder jährlich um 0,7 Prozent angestiegen.

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