Parlament

Knigge fürs Bundeshaus: Darauf sollten neue Parlamentarier achten

Durch diese Türe kann nicht jeder gehen: Viele Parlamentarier beschreiten am Montag zum ersten Mal den Nationalratssaal.

Durch diese Türe kann nicht jeder gehen: Viele Parlamentarier beschreiten am Montag zum ersten Mal den Nationalratssaal.

Wer kennt es nicht: Die erste Sitzung beim neuen Arbeitgeber, das erste Training im Handballverein - wenn man zu neuen Ufern aufbricht, begleitet einen ein mulmiges Gefühl. Nicht viel anders dürfte es den 60 National- und Ständeräten am Montag gehen.

Am Montage werden die neu gewählten Volksvertreter zum ersten Mal ins Bundeshaus schreiten.

«Da kann man noch so abgebrüht sein: Eine gewisse Ehrfurcht ergreift in dem Moment jeden», sagt Nationalrat Beat Flach (GLP, AG), der dieses Gefühl vor vier Jahren erlebte.

Die frisch gewählten Parlamentarier werden sich in den kommenden drei Wochen mit Grenzkontrollen, Unternehmenssteuern und vor allem der Wahl eines neuen Bundesrats beschäftigen.

Doch nicht nur inhaltlich sind die Herausforderungen gross, im neuen Amt stellen sich auch eine ganze Reihe praktischer Fragen. Oder wer weiss schon, dass man – um Manipulationen durch Sitznachbarn zu unterbinden – beim Abstimmen mit beiden Händen auf zwei verschiedene Knöpfe drücken muss?

Auch die ETH Zürich hat dieses Jahr Neuland betreten. Inspiriert von einem Ausbildungsprogramm der US-Elite-Uni Harvard, hat sie den Neugewählten auf freiwilliger Basis in einer Art Crashkurs die grossen Linien der Schweizer Politik erklärt.

In drei Tagen lernten die Teilnehmer die Grundzüge der Aussenpolitik, des Sozialversicherungsrechts und der Volkswirtschaft. Die Flughöhe ist bewusst hoch. Doch damit findet sich ein Parlamentarier in seiner ersten Woche im Bundeshaus noch nicht zwingend zurecht.

Mit einem Augenzwinkern haben wir deshalb diejenigen Punkte zusammengestellt, welche die Novizen idealerweise beherzigen sollten – und diejenigen, auf die sie besser verzichten.

Meistgesehen

Artboard 1