Coronakrise

Knapp 16'000 Kredite für Schweizer Unternehmen in Not bewilligt

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Seit das Hilfspaket des Bundesrats in Kraft ist, sind 15'930 Kreditverträge mit Unternehmen in Zahlungsnot abgeschlossen worden. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt spitzt sich derweil zu.

(gb.) Seit Ausbruch der Coronapandemie in der Schweiz haben 59'000 Betriebe Gesuche für Kurzarbeit eingereicht, wie Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Samstag an einer Pressekonferenz in Bern mitgeteilt hat. Laut Ineichen-Fleisch sind davon 757'000 Arbeitnehmende betroffen, was einem Anteil von 15 Prozent aller Erwerbstätigen in der Schweiz entspricht. Im Tessin beträgt der Anteil inzwischen 39 Prozent.

Schweizweit hat auch die Anzahl an Arbeitslosen zugenommen und zwar um 13'000 Personen. Das Seco schätzt, dass die Arbeitslosigkeit damit seit Mitte März um 0,3 Prozent gestiegen ist. Entsprechend geben es einen «Ansturm», wie Ineichen-Fleisch sagte, auf die Kredite, welche die Banken in Zusammenarbeit mit dem Bund seit Donnerstag vergibt. Stand vor dem Wochenende hätten 15'930 Unternehmen einen Kredit gesprochen bekommen.

250 haben an der Grenze eine Bussen kassiert

Seit Mittwoch sind Grenzen für sämtliche Reisende aus dem In- und Ausland geschlossen, sofern sie nicht zur Arbeit pendeln oder über ein Aufenthaltsrecht verfügen. Gemäss Christian Bock, Direktor der eidgenössischen Zollverwaltung, ist in diesem Zusammenhang schon 27'000 Personen die Einreise verweigert worden. Auch sind insgesamt 250 Personen gebüsst worden mit Beträgen zwischen 100 und 200 Franken. Der Autoverkehr habe derweil um 80 Prozent abgenommen, so Bock.

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