Schweiz

Karin Keller-Sutter: «Wir müssen uns auf harte Zeiten einstellen»

Bundesrätin Karin Keller-Sutter an einer Medienkonfernez zum Coronavirus.

Bundesrätin Karin Keller-Sutter an einer Medienkonfernez zum Coronavirus.

Die Justizministerin spricht im Interview mit dem «Blick» über die Grenzen des Föderalismus. Und auch darüber, dass sie eigentlich über Ostern ins Tessin fahren wollte.

(mg) Bundesrätin Karin Keller-Sutter betont im Interview mit dem «Blick» die Wichtigkeit einer nationalen Politik: «Der Wirtschaftsraum, das soziale und kulturelle Leben enden ja nicht an den Kantonsgrenzen. Das Gleiche gilt für den Weg zurück in die Normalität.» Die Justizministerin mahnt aber, dass es auch nach Ende der schweizerischen Coronamassnahmen nicht einfach werde: «Wir müssen uns auf harte Zeiten einstellen, auf eine weltweite Rezession. Die Schweiz ist exportorientiert.»

Auch zur Kritik an den zinsfreien Kleinkrediten äussert Keller-Sutter sich. Wiederholt war der Vorwurf aufgekommen, dass viele der KMUs gar nicht in der Lage sein werden, diese Kredite je zurückzubezahlen. Einige würden trotz diesen Krediten nicht überleben, sagt die Bundesrätin, «wir machen keinen Schuldenerlass. Aber wir ermöglichen die Stundung, damit nicht unnötig Existenzen und Arbeitsplätze gefährdet werden.»

Auch Keller-Sutter hatte eigentlich geplant, über Ostern ins Tessin zu fahren. Stattdessen bleibe sie jetzt mit ihrem Mann daheim. Sie erlebe bei Spaziergängen und Einkäufen viel Dankbarkeit aus der Bevölkerung. Und sie ruft auch noch einmal in Erinnerung: «Unsere Freiheit ist nicht gottgegeben! Und unser Leben kann sich über Nacht ändern. Nichts ist für immer garantiert, nichts ist selbstverständlich.»

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