Schweiz

Illegale Adoptionen aus Sri Lanka: Kanton Zürich will Kinder bei Herkunftssuche helfen

Die Schweizer Behörden wussten Bescheid über die illegalen Adoptionen aus Sri Lanka. (Symbolbild)

Die Schweizer Behörden wussten Bescheid über die illegalen Adoptionen aus Sri Lanka. (Symbolbild)

Schweizer Behörden haben bei Adoptionen aus Sri Lanka jahrelang versagt – und so Kinderhandel begünstigt. Der Kanton Zürich will nun die Adoptivkinder bei ihrer Herkunftssuche unterstützen.

(rwa) Es ist ein dunkles Kapitel in der Schweizer Geschichte: die Adoption hunderter Kleinkinder aus Sri Lanka insbesondere in den 1980er-Jahren. Schon länger war bekannt, dass viele unter fragwürdigen Bedingungen erfolgten. Ein im Februar erschienener Bericht förderte dann das ganze Ausmass zutage. Die Kinder wurden illegal oder unter zweifelhaften Bedingungen zur Adoption nach Europa vermittelt – auch in die Schweiz. Die Behörden hatten hierzulande spätestens seit 1981 Kenntnis davon, unternahmen aber nichts.

Für viele der betroffenen Kinder gestaltet sich die Herkunftssuche äusserst schwierig. Der Kanton Zürich will sie nun dabei unterstützen, wie die Behörden am Dienstag bekanntgaben. Als Anlaufstellen dienen die Zentralbehörde Adoption des Amts für Jugend und Berufsberatung sowie das Staatsarchiv. Betroffene werden individuell und bei Bedarf bei der Recherche, Akteneinsicht und Herkunftssuche unterstützt. Für diese Leistungen werden keine Kosten verrechnet.

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