Happiger Vorwurf
Gewerbeverband kritisiert: SRG erkauft sich Unterstützung für Mediengesetz

Die SRG erkauft sich die Unterstützung der Privatradios für das neue Mediengesetz: Diesen Vorwurf erhebt der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes (SGV), Hans-Ulrich Bigler, in der „Schweiz am Sonntag“.

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Happige Vorwürfe: Die SRG würde die Privatsender mit zusätzlichen Subventionen ködern, kritisiert Hans-Ulrich Bigler.

Happige Vorwürfe: Die SRG würde die Privatsender mit zusätzlichen Subventionen ködern, kritisiert Hans-Ulrich Bigler.

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Bigler kritisiert die am Mittwoch beschlossene Vereinbarung zwischen den Privatradios und der SRG, welche die Finanzierung des Umstiegs vom heutigen Radiostandard UKW auf den digitalen Nachfolger DAB+ regelt und mit der Abstimmung im Juni verknüpft wurde.

„Roger de Weck nutzt die technische Umstellung bewusst, um die Privaten im Abstimmungskampf für sich einzunehmen und auf die Mediensteuer einzuschwören“, sagt Bigler der Zeitung. Die Privatsender würden mit zusätzlichen Subventionen geködert.

Jürg Bachmann, Präsident des Verbandes Schweizer Privatradios, wehrt sich gegen die Vorwürfe: Sie entbehrten jeder Sachkenntnis, wird er in der „Schweiz am Sonntag“ zitiert. Würde das neue Mediengesetz abgelehnt, hätte die SRG sogar einen Vorteil gegenüber den Privaten.

Das Referendum des Gewerbeverbands schade den Privatradios extrem und gefährde über 1000 Arbeitsplätze. Werde das neue Gesetz abgelehnt, könnten viele der bereits geplanten Marketing-Massnahmen fürs Digitalradio nicht ausgelöst werden und die Privatradios könnten sich die Umstellung aufs Digitalradio nicht mehr leisten.

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