Zürich
«Gefühle der Kunden verletzt»: SBB stoppen Hakenkreuz-Plakat-Kampagne

Das Hakenkreuz-Plakat von Gegnern der Durchsetzungsinitiative prangt nicht mehr an Schweizer Bahnhöfen. Die SBB haben die Kampagne per sofort gestoppt - anscheinend waren die negativen.

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Hakenkreuz am Zürcher HB.

Hakenkreuz am Zürcher HB.

Twitter/Robin A. Schwarz

Die SBB hat ein politisches Plakat mit Hakenkreuz-Symbol per sofort gestoppt. Das Motiv habe die Gefühle zahlreicher Kunden in tiefster Weise verletzt und ihre persönliche Vergangenheit verharmlost, teilte die SBB am Mittwoch mit.

Das Plakat, das ein weisses Hakenkreuz auf rotem Grund zeigt, wirbt für ein Nein zur Durchsetzungsinitiative. Es wurde am Montag auf eBoards im Hauptbahnhof Zürich und am Dienstag im Bahnhof Genf geschaltet.

Die SBB mische sich nicht in den Abstimmungskampf ein und biete dem Inserenten an, sein Plakat ohne Symbol zu schalten, heisst es weiter. Sie wird das Plakat mit Hakenkreuz nicht weiter zulassen.

Gemäss einem Bundesgerichtsentscheid aus dem Jahr 2012 handelt es sich bei öffentlichen Flächen in Bahnhöfen um öffentlichen Raum. Die SBB muss deshalb politische Werbung grundsätzlich zulassen.

Die SBB geht davon aus, "dass mit dem Hakenkreuzsymbol an so prominenter Stelle die Grenzen des erwähnten Bundesgerichtsentscheids überschritten worden sind." Beim Plakat handle es sich um einen "krassen Einzelfall". (sda)

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