Schweiz

«Garant für Pünktlichkeit»: ÖV-Verband setzt sich für mehr Geld fürs Schweizer Schienennetz ein

Die SBB müssen nicht nur in den Erhalt, sondern auch in die Weiterentwicklung des Schienennetzes investieren.

Die SBB müssen nicht nur in den Erhalt, sondern auch in die Weiterentwicklung des Schienennetzes investieren.

Der Verband für den öffentlichen Verkehr (VÖV) begrüsst die Pläne des Bundesrats, für die Bahninfrastruktur in den nächsten Jahren rund 1,2 Milliarden Franken mehr auszugeben. Die Investitionen könnten auch als Konjunkturprogramm verstanden werden, heisst es vom Verband.

(gb.) Im Herbst muss das Parlament darüber beraten, wie viel Geld in den nächsten Jahren in den Erhalt und die Modernisierung des Schweizer Schienennetzes gesteckt werden soll. Zur Diskussion stehen 14,4 Milliarden Franken für die Jahre 2021 bis 2024 – rund 1,2 Milliarden mehr als in der laufenden Periode. Der Verband öffentlicher Verkehr (VÖV) begrüsst diese Erhöhung, wie er am Montag in einer Mitteilung schreibt. Denn es seien mehr Züge unterwegs, was die Schienen mehr belaste und zu grösserem Verschleiss führe.

Zudem gibt es laut dem Verband Nachholbedarf bezüglich Unterhalt der Bahninfrastruktur. «Ein steter qualitativ hochstehender Unterhalt des Schienennetzes ist der Garant für die Pünktlichkeit auf dem Bahnnetz», lässt der Direktor des VÖV in der Mitteilung zitieren. Die Pünktlichkeit wiederum bilde zusammen mit dem Angebot und der Sicherheit des Schienennetzes das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz.

Für die SBB bedeutet die Erhöhung der Mittel aber auch zusätzliche Arbeit. Neben dem Erhalt der Bahninfrastruktur müssen Anpassungen im Sinne des Behindertengleichstellungsgesetzes gemacht sowie die Bahnanlagen weiterentwickelt werden. Für die Branchenvertreter ist deshalb klar, dass die Ausgaben für das Schienennetz auch als «rasches Konjunkturprogramm zu Covid-19» verstanden werden können.

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