Corona-Virus

Franzosen sind bereit, zehn Schweizer auszufliegen – und will sie gleich in Quarantäne nehmen

In der «geschlossenen Stadt» Wuhan befinden sich auch drei Schweizer, die nach Hause wollen.  (Symbolbild)

In der «geschlossenen Stadt» Wuhan befinden sich auch drei Schweizer, die nach Hause wollen. (Symbolbild)

Das Bundesamt für Gesundheit hat an einer Medienkonferenz über die Situation der Schweizer in Wuhan informiert. Sie hoffen auf Hilfe von Frankreich.

Zehn Personen versuchen derzeit aus der Provinz Hubei, zurück in die Schweiz zu gelangen. Dies gab Hans-Peter Lenz vom Aussendepartement (EDA) am Freitag vor den Medien in Bern bekannt. Drei der Personen befinden sich in der isolierten Stadt Wuhan selbst, die anderen sieben leben im Umland.

Frankreich habe sich bereit erklärt, die zehn Personen auszufliegen. Allerdings unter Bedingungen: Zuerst würden französische Staatsbürger ausgeflogen, dann EU-Bürger, erst an dritter Stelle Personen aus befreundeten Drittstaaten wie der Schweiz. Beim ersten französischen Flug waren deshalb keine Schweizer dabei.

Voraussichtlich werde der Flug in der Nacht von Samstag auf Sonntag durchgeführt. Man habe einen Bustransport für die Menschen in der Provinz organisiert, so Lenz. Die Betroffenen seien aber selbst dafür verantwortlich, dass sie rechtzeitig am Abflugort ankämen.

Nach dem Evakuationsflug können die zehn Personen nicht sofort in die Schweiz kommen. Frankreich hat im Süden des Landes ein Quarantänezentrum eröffnet. Dort werden die Betroffenen sich während vierzehn Tagen aufhalten müssen, ehe eine Weiterreise möglich ist.

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