Zeugengeld
Fall Spiess-Hegglin: Zwei SVP-Politiker für Zeugen-Aussagen entschädigt

Die Zeugen, die zu den Vorfällen rund um die Zuger Landammann-Feier mit der Grünen Grossrätin Jolanda Spiess-Hegglin und SVP-Grossrat Markus Hürlimann befragt wurden, haben das Recht auf eine Entschädigung. Ein SVP-Politiker erhielt 350, ein zweiter 100 Franken.

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Jolanda Spiess-Hegglin. (Symbolbild)

Jolanda Spiess-Hegglin. (Symbolbild)

KEYSTONE

26.8.2015

Seit acht Monaten läuft das Verfahren nun schon: Die Grünen-Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin, die dem SVP-Mann Markus Hürlimann vorwirft, sie gegen ihren Willen an der Landammannfeier im Dezember zu Sex gezwungen zu haben, hat mit neuen Beweisanträgen eine Einstellung verhindert.

Wie «Blick» am Mittwoch berichtet, wurden bereits 18 Zeugen befragt: elf Politiker und sieben Privatpersonen, darunter auch der Taxifahrer, der die beiden Politiker nach der Party nach Hause brachte und die Kellner des Restaurants.

Laut Strafprozessordnung haben diese Zeugen ein Anrecht auf eine individuelle Entschädigung für den Zeitaufwand. Gemäss «Blick» hätten die Kellner je 50 Franken bekommen.

SVP-Ständeratskandidat Philip C. Brunner verlangte über 100 Franken, sein Parteikollege und Kantonsrat Nussbaumer gar 350 Franken. Hundert Franken für die einstündige Einvernahme verlangte auch SVP-Mitglied Charly Werder. (dwi)

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