Bern
Fahrende wurden weggebracht – Polizeikadi rechtfertigt Einsatz

Nachdem das Ultimatuman die Fahrenden auf dem BEA-Gelände abgelaufen ist, hat die Polizei mit der Räumung begonnen. Der Berner Polizeikommandant rechtfertigte den Einsatz und zeigte gleichwohl Verständnis für die Reaktion der Fahrenden.

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Die Jenische werden mit Kleinbussen weggebracht.
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Protestcamp der Fahrenden in Bern wird geräumt
Ein Mann wird abgeführt.
Die Fahrenden protestierten für mehr Standplätze in der Schweiz.
Auch für die Polizisten war der Einsatz nicht einfach. Auch weil Kinder involviert sind.
Viele der Jenischen reagierten emotional auf den Polizeieinsatz.
Die rund 100 Wohnwagen der Jenischen sind eingekessselt.
Die Polizei hat mit der Räumung des Geländes begonnen.
Die Polizei räumt das Protestcamp der Fahrenden auf der Berner Allmend
Die Polizei räumt das Protestcamp der Fahrenden auf der Berner Allmend
Die Polizei räumt das Protestcamp der Fahrenden auf der Berner Allmend
Die Polizei räumt das Protestcamp der Fahrenden auf der Berner Allmend
Die Polizei räumt das Protestcamp der Fahrenden auf der Berner Allmend
Die Polizei räumt das Protestcamp der Fahrenden auf der Berner Allmend
Die Polizei räumt das Protestcamp der Fahrenden auf der Berner Allmend
Die Polizei räumt das Protestcamp der Fahrenden auf der Berner Allmend
Die Polizei räumt das Protestcamp der Fahrenden auf der Berner Allmend
Kinder sollen die Zufahrt zum Camp versperren.

Die Jenische werden mit Kleinbussen weggebracht.

Newspictures

Für die Berner Kantonspolizei ist die Räumung des Protestcamps der Fahrenden in Bern "kein angenehmer Auftrag, aber einer, den die Polizei ausführen muss", wie der Kommandant, Stefan Blättler, am Donnerstagnachmittag vor Ort sagte.

Für die Mitarbeitenden der Polizei sei der Einsatz eine grosse Belastung, vor allem wenn auch Kinder involviert seien. Er verstehe die teilweise emotionalen Reaktionen der Fahrenden, sagte Blättler.

Gemäss dem Kommandanten hat die Berner Kantonspolizei am Mittag von der Stadt Bern den schriftlichen Auftrag zur Räumung des Geländes erhalten.

Die Polizei forderte daraufhin die Fahrenden ein letztes Mal auf, das Gelände zu verlassen. Als auch dieses Ultimatum ungenutzt verstrichen war, umstellte die Polizei das Gelände in Bern-Wankdorf und begann, Personenkontrollen durchzuführen.

Aktuell werden die Fahrenden offenbar in eine Turnhalle nach Ittigen gebracht. Dieses Prozedere ist im Gang. Danach soll der Platz geräumt werden.

Vermittlungsversuche scheiterten

Am frühen Morgen tauchten erneut Behördenvertreter im Camp auf und suchten noch einmal das Gespräch mit den Fahrenden - allerdings ergebnislos.

Die Fahrenden hatten sich am Vorabend bereit gezeigt, im Falle einer Räumung den Behörden die Schlüssel ihrer Wagen zu übergeben, damit die Wagen vom Gelände gefahren werden können. Doch am Donnerstagmorgen hätten die Fahrenden davon nichts mehr wissen wollen, sagte Marc Heeb von der örtlichen Gewerbepolizei.

Die Fahrenden ihrerseits machten geltend, dass es keine Verfügung zur Räumung des Platzes gebe. Sie wollten ausharren, bis sich die Bundesbehörden um ihre Anliegen kümmerten. Die Gruppe kündigte auch rechtliche Schritte an.

Räumung unterbrochen

Der Lead für die Räumung ging daraufhin von den städtischen Behörden an die Berner Kantonspolizei über. Diese unterbrach die Räumung, um eine neue Lagebeurteilung vorzunehmen.

Am Mittag harrten die Fahrenden weiter auf dem Gelände aus. Ob, wie und wann die Räumung fortgesetzt wird, ist offen. Die Stimmung auf dem Gelände war den ganzen Morgen über angespannt, aber friedlich. Die Polizei ist rund um das Gelände sichtbar präsent. Vor Ort sind auch einige Abschleppwagen.

Forderung nach mehr Standplätzen

Eine grössere Gruppe von Fahrenden mit über 50 Wohnwagen hatte am Dienstag ein Gelände auf der Kleinen Allmend in Bern in Beschlag genommen, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Sie fordern mehr Stand- und Durchgangsplätze in der Schweiz.

Die Stadt Bern zeigte zwar Verständnis für das Anliegen, entschied sich aber am Mittwoch dennoch, das Gelände aus praktischen Gründen räumen zu lassen. Das Areal wird für die am Freitag startende Frühjahrsmesse BEA benötigt.

Das Medieninteresse an dem Protest ist gross. Zahlreiche Medienschaffende verfolgen das Geschehen auf dem Gelände.

Die Fahrenden haben angekündigt, das Gelände nicht zu verlassen.
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Gefordert werden mehr Standplätze.
Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause im Gespräch mit Vertetern der Fahrenden.
Der Protest verläuft friedlich.
Kurz vor der BEA: Fahrende fordern mehr Standplätze in der Schweiz und besetzen Berner Allmend.
Nach der Aussprache zeigte sich Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause wortkarg.

Die Fahrenden haben angekündigt, das Gelände nicht zu verlassen.

Keystone