Das Spital wolle schwangere Frauen in Notsituationen möglichst umfassend unterstützen, heisst es in einer Mitteilung des Spitals vom Donnerstag. Neben dem Babyfenster wird eine Helpline eingerichtet, über die sich betroffene Frauen beraten und begleiten lassen können.

Im Wissen, dass es nicht möglich sei, sämtliche Frauen mit dieser telefonischen Beratung zu erreichen und ihnen zu helfen, richte das Spital auch ein Babyfenster ein, heisst es weiter. Die Gemeinde Zollikon grenzt an die Stadt Zürich.

Die Babyklappe wird auf der westlichen Seite des Spitals eingerichtet. Das Fenster sei direkt über eine Nebenstrasse per Auto oder zu Fuss zugänglich. Werde ein Kind im Fenster abgelegt, ertöne in der Neonatologie ein Alarm, worauf eine Mitarbeiterin das Baby abholen und auf die Station bringen werde, schreibt das Spital.

Das Spital rechnet mit Baukosten von rund 60'000 Franken. Der Auftrag für die baulichen Massnahmen sei erteilt und in rund acht Wochen könne das Babyfenster in Betrieb genommen werden. Die Kosten für die Betreuung der Babys bis zur Übernahme durch die Behörden übernimmt das Spital.

Die Einrichtung eines Babyfensters war im Kanton Zürich schon mehrfach gefordert worden. Im vergangenen Herbst hatte der Zürcher Kantonsrat ein Postulat überwiesen, welches ein solches Angebot verlangt hatte. Der Regierungsrat betonte in seiner Antwort, dass er sich "privaten Lösungen nicht entgegenstellen werde".

Das Spital Zollikerberg gehört zur Stiftung Diakoniewerk Neumünster - Schweizerische Pflegerinnenschule. Seit über 150 Jahren setzt sich diese sich für Menschen in Not ein.