Enthüllt: Die geheimen Ausland-Pläne des Post-Präsidenten Béglé

Politiker aller Parteien fragen sich, wie die Auslandstrategie von Post-Präsident Claude Béglé aussieht. Erste Antworten liefert nun die so genannte «Wachstumsstrategie SPS», die Béglé am 23. November 2009 dem Verwaltungsrat vorgestellt hat und die der Zeitung «Sonntag» vorliegt.

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Claude Béglé

Claude Béglé

Keystone

Das von der internationalen Beratungsfirma Roland Berger erarbeitete Konzept schlägt vor, bis 2020 aus der jungen und heute defizitären Abteilung Swiss Post Solutions (SPS) eine tragende Konzernstütze mit einem Umsatz von 2,7 Milliarden und einem Betriebsgewinn von 100 Millionen Franken zu machen. Der Verwaltungsrat hat das Papier «zur Kenntnis» genommen.

Die Berater zeichnen drei Wege auf: Das erste Szenario «Fokus Europa» entspricht einem forcierten Ausbau des Status quo - ergänzt durch den Kauf ausgewählter, kleinerer und mittlerer Unternehmen.

Das zweite Szenario «Fokus Global» enthält zudem den «Markteintritt in neue Länder mit hohem Marktpotenzial». Der Markteinstieg soll jeweils durch den Kauf eines grossen, regionalen Unternehmens erleichtert werden. Insbesondere der asiatische Raum mit seinen hohen Wachstumszahlen wird im Papier immer wieder als zukunftsträchtig hervorgehoben.

Das dritte Szenario wird «Big Bang» genannt. Hier soll die SPS dank einer Übernahme eines grossen, internationalen Unternehmens mit ähnlichem Angebot oder eines IT-Konzerns auf einen Schlag die nötige Grösse erhalten.

Alle drei Wege kosten Geld. Im Roland-Berger-Papier ist die Rede von einer «Wachstumslücke von 1,3 Milliarden Franken». Das ist die Differenz zwischen dem prognostizierte Grösse, welche die SPS durch organisches Wachstum erreichen kann und dem Umsatzziel von 2,7 Milliarden. Die Lücke, so der Verdacht, muss über Akquisitionen gefüllt werden.

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