Öffentlicher Verkehr

Energiestrategie 2050: Bund zieht Bilanz über bisher erreichten Ziele im öV

Nebst der Eisenbahn umfasst die «Energiestrategie 2050 im öffentlichen Verkehr» auch Busse, Schiffe und Seilbahnen. (Symbolbild)

Nebst der Eisenbahn umfasst die «Energiestrategie 2050 im öffentlichen Verkehr» auch Busse, Schiffe und Seilbahnen. (Symbolbild)

Im Rahmen der Energiestrategie 2050 soll auch der öffentliche Verkehr (öV) seine Energieeffizienz steigern und den CO2-Ausstoss senken. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) zieht Bilanz über die bisherigen Ziele.

(dpo) Seit dem Start des Programms «Energiestrategie 2050 im öffentlichen Verkehr» vor sieben Jahren habe das Bundesamt für Verkehr (BAV) 100 Forschungs- und Innovationsprojekte lanciert. Davon seien 46 Projekte bereits abgeschlossen, teilt das BAV in einer Mitteilung vom Donnerstag mit. Die Kosten der Forschungsprojekte beliefen sich bisher auf knapp 35 Millionen Franken, wobei der Bund sich mit 40 Prozent an den Kosten beteilige.

23 Millionen vom Gesamtvolumen der Projekte hätten die beteiligten Transportunternehmen aufgebracht. «Dies zeugt vom Engagement der Branche für einen energiesparenden, innovativen und nachhaltigen öffentlichen Verkehr», zitiert das BAV seinen Vizedirektor, Rudolf Sperlich, in der Mitteilung. An einem Medienanlass in Biel zog Sperlich Bilanz über die bisher erreichten Ziele Vizedirektor der Energiestrategie im öffentlichen Verkehr.

Als exemplarisches Beispiel für ein erfolgreich umgesetztes Projekt nennt das BAV etwa die Standseilbahn Biel-Magglingen. Die über hundert Jahre alte Magglingenbahn sei einer Gesamtsanierung unterzogen worden, wobei eine Anlage zur Rückgewinnung der Bremsenergie eingebaut wurde. So könne bis zu 80 Prozent der Bremsenergie gespeichert werden, die für die nächste Fahrt zur Verfügung stünden, heisst es in der Mitteilung. Zusätzlich sei seit Anfang September eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Bergstation in Betrieb.

Dre Millionen Franken pro Jahr für neue Projekte

Die Energiestrategie des Bundesamtes für Verkehr zielt auf die ganze Breite des öV-Angebots und umfasst nebst den Eisenbahnen auch Busse, Schiffe und Seilbahnen. Bei Trolleybussen werde etwa aktuell untersucht, wie viel Heizenergie im Winter durch die Türen entweicht und wie diese Verluste eingedämmt werden könnten. Für weitere Projekte der Energiestrategie im öffentlichen Verkehr stehen laut Mitteilung bis zu drei Millionen Franken jährlich zur Verfügung.

Ziel der gesetzlich verankerten Energiestrategie 2050 ist es, den Energieverbrauch zu senken, die Energieeffizienz zu erhöhen und erneuerbare Energien zu fördern. In diesem Rahmen solle der öffentliche Verkehr ebenfalls einen Beitrag zum Energiesparen und zur Senkung des CO2-Austosses leisten. Gemäss dem Bundesamt für Verkehr sollen mit der Energiestrategie im öffentlichen Verkehr 600 Gigawattstunden pro Jahr eingespart werden. Das entspreche dem Strom für 150'000 Haushalte.

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