Coronavirus

Doppelinfektionen: Bund ist zurückhaltend mit Bestellung zusätzlicher Grippeimpfungen

Steigt die Nachfrage wegen dem Coronavirus? Eine Praxisassistentin verabreicht in Zürich eine Impfung gegen die saisonale Grippe.

Steigt die Nachfrage wegen dem Coronavirus? Eine Praxisassistentin verabreicht in Zürich eine Impfung gegen die saisonale Grippe.

Sollte es Ende Jahr zu einer zweiten Infektionswelle mit dem Coronavirus kommen, drohen Doppelinfektionen mit der saisonalen Grippe. Dies könnte das Gesundheitssystem und die Spitäler überlasten.

(sat) Wie Radio SRF am Freitag berichtet, ist zwar gesichert, dass die Schweiz 1,2 Millionen Impfdosen gegen die saisonale Grippe erhalten wird. Das zwar etwa gleich viele wie in den vorangehenden Jahren – dürfte aber niemals ausreichen, wenn medizinische Fachleute sowie die Gesundheitsbehörden im Herbst noch eindringlicher als sonst für eine Grippeimpfung werben dürften, wie SRF berichtet.

«Der Bund ist daran, eine ausreichende Anzahl Dosen an Grippeimpfstoff zu beschaffen», lässt das Bundesamt für Gesundheit SRF lediglich ausrichten. Man analysiere derzeit, wie sich die Coronapandemie und die saisonale Grippe auf der Südhalbkugel entwickle. Erst dann wolle man allenfalls mit Herstellern Verhandlungen aufnehmen über zusätzliche Grippe-Impfdosen.

Österreich hat bereits auf Deutschland reagiert

Andere Länder rechnen derweil bereits jetzt mit zusätzlichen benötigten Impfdosen im kommenden Herbst. Deutschland etwa geht von einer um 30 Prozent höheren Nachfrage aus aufgrund der Coronakrise. Darum, so informierte Gesundheitsminister Jens Spahn bereits vor Monatsfrist, verhandle sein Land bereits jetzt mit Herstellern über zusätzliche Dosen.

Grippe- und Coronaviren verursachten schliesslich ähnliche Symptome und Erkrankte benötigten dieselben Beatmungskapazitäten, argumentierte der deutsche Gesundheitsminister. Darum gelte es der saisonalen Grippe so gut wie möglich vorzubeugen. Im Nachgang zu Spahns Ankündigung hat auch die Österreichische Politik bereits reagiert und will im bereits laufenden Wettstreit um Dosen der saisonalen Grippeimpfung keinesfalls in Rückstand geraten.

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