Kommentar
Die schwersten Wochen dieser Krise: Nun müssen wir noch einmal durchhalten

Der Bundesrat verschärft wegen des mutierten Virus das Coronaregime. Die Einschränkungen sind mühsam und einschneidend. Doch das Licht kommt näher.

Sven Altermatt
Sven Altermatt
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Bundespräsident Guy Parmelin schärft der Bevölkerung bei der heutigen Medienkonferenz ein: «Nur gemeinsam schaffen wir das. Als eine Schweiz.»

Bundespräsident Guy Parmelin schärft der Bevölkerung bei der heutigen Medienkonferenz ein: «Nur gemeinsam schaffen wir das. Als eine Schweiz.»

Keystone

Kurz vor Weihnachten flackerte es endlich auf: das viel zitierte Licht am Ende des Tunnels. In sensationeller Geschwindigkeit wurden Impfstoffe gegen Covid-19 entwickelt, entgegen aller Erwartungen wurden noch im alten Jahr erste Menschen in der Schweiz damit immunisiert. Und insgeheim zumindest stellten sich viele den Start ins neue Jahr ein wenig entspannter vor.

Das war die Hoffnung. Tatsächlich sinkt die Zahl der neuen Coronafälle tendenziell. Doch der Sturm, der sich mit den neuen, hoch ansteckenden Virusvarianten anbahnt, zwingt den Bundesrat abermals zum Handeln. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft sind mühsam und einschneidend – aber aus epidemiologischer Sicht unumgänglich.

Auf die Schweiz warten schwere Wochen, vielleicht die schwersten dieser Krise. Sie hat uns schon viel abverlangt. Und je länger sie dauert, desto mehr sehnen wir uns danach, es endlich hinter uns zu haben – natürlich. Bloss: Inklusive der Dosen, die bis Ende dieser Woche geliefert werden sollen, können erst vier Prozent der Erwachsenen geimpft werden. Unmittelbar wirkt sich dies noch wenig aus.

Noch einmal kommt es auf jede und jeden einzelnen an. «Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren», erklärte Bundespräsident Guy Parmelin, ganz der neue Landesvater. Er hat recht: Nun ist nochmals Zurückhaltung gefragt. Dafür mit der wahrhaftigen Aussicht auf eine baldige Besserung. Das Licht kommt näher.

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