Café Fédéral

Den Bartträgern geht’s an den Kragen: Bundesamt für Polizei definiert Maximallänge für Gesichtsbehaarung

Wer für das Bundesamt für Polizei im Bundeshaus arbeitet, muss in Zukunft seinen Bartwuchs regulieren.

Wer für das Bundesamt für Polizei im Bundeshaus arbeitet, muss in Zukunft seinen Bartwuchs regulieren.

Seit kurzem ist es im Ständerat den Frauen erlaubt, schulterfreie Kleidung zu tragen. Das neue SP-Präsidenten-Duo posierte jüngst auf einem Foto in Turnschuhen (die übrigens auch im Bundeshaus vermehrt zu sehen sind, und zwar nicht nur auf der linken Ratsseite).

Wer nun fürchtet, bald gälten gar keine Vorschriften mehr zur angemessenen Kleidung und Erscheinung, wer denkt, die Sitten verluderten, sei beruhigt: Das Bundesamt für Polizei, kurz Fedpol, hat eingegriffen.

Es will dem Sicherheitspersonal im Bundeshaus den Bart stutzen, wie der «Blick» publik machte. Für alle Bartträger unter den Sicherheitsassistenten des Bundessicherheitsdienstes gelte ab November eine «Maximallänge von fünf Zentimetern ab Kinn».

Rein sicherheitstechnisch sei ein langer Bart eine «Schwachstelle», lässt sich eine Fedpol-Sprecherin zitieren. Zwei Personen werden deswegen versetzt. Zuvor hatte sich laut dem Zeitungsbericht die Verwaltungsdelegation des Parlaments die Frage gestellt, ob die Bärte nicht ein Problem beim Maskentragen seien. Von einer Regelung sah sie aber ab.

Stellt sich noch die Frage, wer die Bartlänge kontrolliert. Wird nun jeden Morgen bei Dienstantritt gemessen? Werden gekrauste Barthaare dabei lang gezogen? Und kommt nun auch eine Vorschrift für Langhaarfrisuren? Immerhin kann man sagen: Wie schön, finden sich in der Schweiz trotz Coronazeit Details, wie die Bartlänge zu regeln.

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