Chemikalien

Chemikalienkonferenz nimmt neue Schadstoffe auf Verbotsliste

Behälter mit Chemikalien (Archiv)

Behälter mit Chemikalien (Archiv)

Auf Beschluss der Chemikalienkonferenz in Genf werden neun Schadstoffe neu auf die Verbotsliste der schwer abbaubaren organischen Schadstoffe aufgenommen. Das BAFU zeigt sich erfreut.

Wie das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf mitteilte, sollen die organischen Schadstoffe zu der Liste der "Stockholmer Konvention" hinzugefügt werden, auf der bisher zwölf Substanzen aufgeführt sind, das sogenannte "dreckige Dutzend". Die Substanzen sind unter anderem als Pestizide und Flammschutzmittel im Einsatz.

Zu den neun Chemikalien, die besonders für Kinder gefährlich sind, gehören das Insektenvernichtungsmittel Lindan sowie die ihm verwandten Chemikalien Alpha- und Beta-hexachlorcyclohexan (HCH). Letztere werden derzeit zwar nicht mehr direkt produziert, sind aber ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Lindan, das allerdings nur noch in sehr wenigen Ländern produziert wird.

Zudem sollen verschiedene Flammschutzmittel verboten werden und zwar Hexabrombiphenyl sowie zwei Gruppen von Bromdiphenylethern. Auch das Insektizid Chlordecon steht auf der neuen Verbotsliste.

Der Ausgangstoff für Pflanzenschutzmittel Pentachlorbenzol (PeCB) wurde ebenfalls verboten. Mit Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) und ihren Abkömmlingen wurden bislang Textilien und Papier fett- und wasserfest gemacht, auch sie stehen nun auf der Liste.

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bezeichnete die Aufnahme dieser Stoffe auf der Verbotsliste als einen Meilenstein für den Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit vor diesen gefährlichen und langlebigen Schadstoffen. Die Schweiz hatte sich an der Chemikalienkonferenz in Genf für die Erweiterung der Verbotsliste eingesetzt.

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