Lungenkrankheit

Bundesamt für Gesundheit schaltet Hotline zum Coronavirus mit Verzögerung auf

Die für Mittwochmittag geplante Eröffnung der Coronavirus-Hotline hat sich verzögert. (Symbolbild)

Die für Mittwochmittag geplante Eröffnung der Coronavirus-Hotline hat sich verzögert. (Symbolbild)

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schaltet eine kostenlose Hotline auf, um Fragen zum Coronavirus aus der Bevölkerung zu beantworten. Die für 12:00 geplante Inbetriebnahme hat sich aber um über eine Stunde verzögert.

Zunächst war geplant gewesen, die Hotline bereits ab 12:00 Uhr zugänglich zu machen. Erreichbar ist sie unter der Nummer 058 463 00 00. Hotlines für Fachpersonen (058 462 21 00) sowie für Einreisende in die Schweiz (058 464 44 88) stünden ab 15:00 Uhr bereit, sagte BAG-Sprecher Daniel Dauwalder der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Betrieben werden die Hotlines vom Telemedizin-Anbieter Medgate in Basel.

Aufgrund der bisher kleinen Zahl der Verdachtsfälle werde nicht täglich ein Update zu den Fallzahlen gemacht, sagte Dauwalder weiter. Falls sich ein Verdachtsfall bestätige, werde das BAG aktiv darüber informieren. Bisher gab es in der Schweiz rund 50 Coronavirus-Verdachtsfälle. Näheres zu diesen Fällen, etwa aus welchen Kantonen die Getesteten stammten, gibt das BAG nicht bekannt.

Schweizer wollen aus China heimkehren

Ein Dutzend Schweizer Staatsangehörige in China hofft derweil auf eine rasche Rückkehr in die Schweiz. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sei in ständigem Kontakt mit ihnen, hiess es beim EDA auf Anfrage.

Die Organisation der Rückkehr sei aber sehr komplex, so das EDA. Die Schweiz sei in Kontakt mit verschiedenen anderen Ländern und Organisationen im Hinblick auf die mögliche Ausreise der Rückkehrwilligen. Die dafür zur Verfügung stehenden Kapazitäten seien aber beschränkt.

Angesichts der von China verhängten Restriktionen sei die Situation in den betroffenen Gebieten für alle Menschen schwierig. Die Schweizer Vertretung in China sei in regelmässigem Kontakt mit den Schweizer Staatsangehörigen. Insgesamt seien in China 4156 Schweizerinnen und Schweizer registriert.

WHO tagt in Genf

Die Lageentwicklung wird laut BAG in der Schweiz und weltweit aufmerksam verfolgt. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) schätzt demnach das Risiko einer Einschleppung als hoch ein. Gleiches gelte für die Schweiz.

Am Donnerstag tagt der Notfallausschuss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Thema Coronavirus. Der Ausschuss unabhängiger Experten berät unter WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, ob die WHO eine "Gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausrufen soll. Der Entscheid wird am Abend erwartet.

Die EU-Kommission stimmte unterdessen dem Antrag der Schweiz für die Teilnahme am EU-Frühwarn- und Reaktionssystem (EWRS) wegen des Coronavirus zu.

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