Sechs Tipps
Schulweg ablaufen, Wohlwollen gegenüber Lehrpersonen, Sackgeld ab der 1. Klasse: So gelingt der Schulstart

Tausende Kinder und Eltern fiebern dem ersten Tag im Kindergarten und der Schule entgegen. Manche beschleicht auch ein mulmiges Gefühl. Wie gelingt ein positiver Schulstart? CH Media hat sich mit Pädagogen und anderen Experten unterhalten – und formuliert sechs Tipps.

Kari Kälin
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Erlebnisse mit Gspändli machen den Schulweg attraktiv.

Erlebnisse mit Gspändli machen den Schulweg attraktiv.

Bild: Keystone

Tausende Kinder und Eltern fiebern dem ersten Tag im Kindergarten und der Schule entgegen. Manche betreten das Klassenzimmer in erwartungsvoller Vorfreude, andere tun sich schwer, sich auf das Abenteuer mit vielen Ungewissheiten und Veränderungen einzulassen. Wie gelingt ein positiver Schulstart? CH Media hat sich mit Pädagogen und anderen Experten unterhalten – und formuliert Tipps.

Positive Einstellung

Kinder sind gute Seismografen. Sie spüren, wenn Eltern Angst haben – etwa davor, ihre Kinder loszulassen. Es ist wichtig, dass Eltern dem Schulstart gegenüber positiv eingestellt sind und den Kindern das Grundvertrauen vermitteln, dass sie diese Herausforderung meistern können. Es hilft auch, wenn Eltern den Lehrpersonen eine Art Vorschusswohlwollen entgegenbringen.

An den neuen Tagesablauf gewöhnen

Mit dem Start in die Bildungskarriere beginnt ein neuer Tagesablauf. Wie stellt man Knirpse gut darauf ein? Auch hier gilt: Übung macht den Meister. Man kann die Kinder auf den neuen Rhythmus vorbereiten: rechtzeitig aufstehen, sich anziehen, Frühstück einnehmen, Zähne putzen, abmarschieren. Ein Zusatztipp: Die Schul- und Turnsachen und das Znüni schon am Vortag packen.

Rechtzeitig aufbrechen

Es empfiehlt sich, den Schulweg mit den Kindern übungshalber abzulaufen. Damit sie wissen, wo sie besonders aufpassen müssen. Und wie viel Zeit sie von der Haustür bis zur Schulpforte benötigen. Rechtzeitiges Losmarschieren verhindert unfreiwillige frühmorgendliche Sprints. Die Eltern sollen Vorbilder sein und sich auf der Strasse korrekt verhalten. Das Ziel lautet, die Kinder zu befähigen, den Weg möglichst bald selbstständig zurücklegen. Mit Gspändli können sie dabei viel erleben. Elterntaxi? Wenn möglich vermeiden.

Geduldige Eltern

Zuhören und Stillsitzen kann anstrengend sein. Und dann lernen die Kinder ganz viele neue Kinder kennen. Das heisst: Sie müssen sich an die neue Situation gewöhnen. Und brauchen deshalb in dieser Zeit Verständnis, elterliche Geduld und genügend Zeit zur Erholung.

Schulen schaffen Vertrauen

Eine positive Beziehung zwischen Schüler und Lehrpersonen ist ein Schlüssel zum Erfolg. Die Schulen sollen sich auch engagieren, das Vertrauen der Eltern zu gewinnen. Das tun sie, indem sie vermitteln, dass die Lehrpersonen ihren Beruf gerne ausüben, dass sie Freude an ihren Klassen und den Kindern haben und immer wieder Einblicke in den Schulalltag ermöglichen. Eine stabile und tragfähige Beziehung zu etablieren hilft, schwierige Situationen besser zu bewältigen.

Sackgeld hilft beim Rechnen

In der Schule lernen die Kinder rechnen. Eine gute Möglichkeit, erstmals Sackgeld auszuhändigen. So lernt es den Wert des Geldes kennen und die finanziellen Mittel einzuteilen. Für 6-Jährige empfiehlt Pro Juventute: 1 Franken pro Woche.

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