Wenn die Tiere auf dem Hof sterben dürfen

Zu Besuch bei einer Hoftötung im bernischen Mittelhäusern: Die beiden Ochsen, Ramon und Nemo, sterben auf jenem Hof, auf dem sie aufgewachsen sind. Eine Praxis, die in der Schweiz erst seit Juli 2020 erlaubt ist.

Chiara Stäheli
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Ochse Ramon im Stall auf dem Bauernhof der Familie Basler in Mittelhäusern (BE).
Das Futter lockt Ochse Roman nach draussen.
Es scheint, als wäre Ramon ganz zufrieden. Sein Tod soll stressfrei und im gewohnten Umfeld erfolgen. Das ist Roger Basler wichtig.
Roger Basler nimmt Abschied von Ochse Ramon.
Mischa Hofer (links) und Landwirt Roger Basler bereiten die Plattform vor.
Mischa Hofer manövriert den Anhänger rückwärts zur Plattform.
Ein letztes Mal gibts eine grosse Portion Futter.
Mit dem Bolzenapparat betäubt Mischa Hofer das Tier.
Ochse Nemo hat die Plattform in den letzten vier Tagen bereits kennengelernt und sich daran gewöhnt.
Die Plattform wird nach der Betäubung über die Rampe in den Anhänger gezogen. In diesem erfolgt der Todesstich, das Tier blutet aus.
Nur wenn sich das Tier freiwillig in das Fressgitter begibt, führt Mischa Hofer die Hoftötung durch.
Im Inneren des Anhängers führt Mischa Hofer den Todesstich aus.
So sieht es auf dem Vorplatz nach der Tötung aus. Nur das Blut zeugt von dem, was geschehen ist.
Innert 45 Minuten nach der Betäubung muss das Tier im Schlachthof ausgenommen sein.
Die Hoftötung geht schnell vorbei. Was bleibt, sind einige Bluttropfen und Abschiedsschmerz.
Mit diesem Gerät führt Mischa Hofer den Bolzenschuss durch.

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