Initiative des Bundes

Berufslernende entwickeln eigene Geschäftsidee

Lernende sollen vermehrt Erfahrungen als Unternehmer sammeln können.

Lernende sollen vermehrt Erfahrungen als Unternehmer sammeln können.

Auf Initiative des Bundes lassen die Kantone Bern, Solothurn, Tessin und Wallis 1000 Lernende eigene Projekte umsetzen. Basierend darauf sollen auch Berufsfachschulen unternehmerisches Denken vermitteln.

(sat) Unternehmerische Kompetenzen werden an Schweizer Berufsfachschulen bislang kaum vermittelt. Nun will ein vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) gefördertes Projekt dies ändern. Wie Vertreter von Bund, Kantonen und Ausbildungseinrichtungen sowie Wirtschaftsvertreter am Dienstag in Trimbach bei Olten informierten, sollen Berufsfachschulen so zu Vorreitern sowie Eigeninitiative und Selbstwirksamkeit für junge Menschen selbstverständlich werden.

Konkret würden bis im Frühjahr 1000 Berufslernende aus den Kantonen Bern, Solothurn, Tessin und Wallis eigene Geschäftsideen entwickeln. Diese reichen laut einer Mitteilung des Kantons Solothurn von Upcycling alter Kleidung, Produkten, die einen Zero Waste-Lifestyle ermöglichen, über Handwerksbetriebe bis zu Kreationen aus Holz. Als Vorbereitung hätten die Berufslernenden das Thema «Unternehmerisches Denken und Handeln» mit Lehrpersonen bereits im allgemeinbildenden Unterricht an ihren jeweiligen Berufsfachschulen behandelt.

Ziel des Projektes sei eine systematische Verankerung des Themas in der beruflichen Grundbildung. Die Initianten des Projektes – Vertreter von Berufsfachschulen, Hochschulen sowie der Industrie- und Handelskammer – wollen damit eine Lücke schliessen.

Als Beispiel für das Projekt nennt der Kanton Solothurn in seiner Mitteilung zwei angehende Automatiker. Diese hätten am Berufsbildungszentrum Olten, wo die Träger das neue Projekt am Dienstag vorstellten, die Idee für einen Filter entwickelt, der den Abfluss von Mikroplastik ins Abwasser verhindert. Beim YouthStart European Entrepreneurship Award im vergangenen November in Barcelona haben die zwei jungen Automatiker schliesslich den zweiten Preis gewonnen in der Kategorie «Idea Challenge». In der Kategorie waren 13 Teams aus 10 verschiedenen Ländern gegeneinander angetreten.

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