(amü/watson) Da reiben sich selbst Vielflieger verwundert die Augen: Am Dienstag fehlte auf dem Easyjet-Flug von London nach Genf bei einem Sitz die Lehne.

Ein Passagier knipste ein Bild und stellte es auf Twitter - sein Post wurde inzwischen über 20'000 Mal geteilt. Easyjet setzte sich gleich selbst noch in die Nesseln: Der Social-Media-Manager bat den Passagier, das Bild zu löschen. Und löste damit einen Shitstorm aus.

Stellt sich die Frage: Würde auch eine Qualitätsairline wie die Swiss mit defekten Sitzen abheben? Die Antwort von Swiss-Sprecher Stefan Vasic ist unmissverständlich: «Das würde bei uns unter keinen Umständen vorkommen.» Man habe nur Maschinen im Flugbetrieb, die sich technisch wie komfortmässig in einwandfreiem Zustand befänden.

Die Swiss vefügt für Europastrecken über sechs Reservemaschinen, die bei Unregelmässigkeiten zum Einsatz kommen. «Für den Fall, dass keine Ersatzmaschine zur Verfügung steht, würden wir den entsprechenden Flug annullieren und unsere Fluggäste auf die nächstmögliche Verbindungen umbuchen», so Vasic weiter.

Die Easyjet-Passagierin musste den Flug zwar letztendlich nicht auf ihrem halben Sitz verbringen. Sie wurde auf einen anderen, freien Sitz umplatziert.

Wie Easyjet auf watson-Anfrage schreibt, sind die Sitze in der in Grossbritannien registrierten Maschine inzwischen repariert worden. «Das Flugzeug ist derzeit nicht für weitere Flüge geplant», heisst es weiter. Sicherheit habe oberste Prorität.