Aus für den «Lac» Dulliken

Nun ist es amtlich: Dullikens Souverän hat Nein gesagt zum Überbauungsprojekt «Rössler-Bodenacker» und zum «Lac de Dulliken»; dies mit 869 Nein- gegenüber 728 Ja-Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei hohen 67,9 Prozent. «Das Ergebnis freut uns», gab Hans Kocher zu Protokoll. Er war federführend beim «Komitee Klarsicht», das das Projekt bekämpft hatte.

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Enttäuscht über den Ausgang der Abstimmung zeigte sich Gemeindepräsident Theophil Frey. «Es ist nicht nur ein Nein gegen das Projekt, sondern auch ein Nein gegen den Gemeinderat», hielt er fest. «Ich bin überzeugt, dass das Überbauungsprojekt mit dem See etwas hätte bewirken können», hielt der Gemeindepräsident fest. Man wolle nun an der heutigen Gemeinderatssitzung die Situation analysieren. Fakt für ihn sei, dass das Gebiet «Rössler-Bodenacker» sich wieder als weisse Fläche präsentiere.

Das Nein, so Frey habe für die Gemeinde weitreichende Folgen. Es sei nicht nur so, dass das Bevölkerungsstrukturproblem ungelöst sei. Auch der Oberstufenstandort sei aufgrund sinkender Schülerzahlen gefährdet. Und das Hochwasserproblem beim Mülibach komme nun teurer, als dies mit der Verwirklichung der Überbauung samt See der Fall gewesen wäre. Viele junge Dullikerinnen und Dulliker würden nun wegziehen und woanders bauen, befürchtete er. «Nun ist der Gemeinderat neugierig auf konstruktive Vorschläge seitens der Gegnerschaft», spielte er dem «Komitee Klarsicht» den Ball zu. (bwy)

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