Ausnahmezustand

Anschläge, Cyber-Attacken, Tote: Was, wenn eine Terror-Organisation die Schweiz erpresst?

Schweizer Behörden üben den Umgang mit Terrorismus

Ein Blick in die Kommandozentrale in der Kaserne Bern. Übungsleiter Hans-Jürg Käser schildert das Szenario.

Bund, Kantone und Städte rüsten sich für die Bewältigung einer terroristischen Bedrohung der Schweiz. Vom 11. bis zum 13. November üben sie dieses Szenario in der sogenannten Sicherheitsverbundsübung mit dem Titel «SVU 19».

Die Schweizer Behörden üben in diesen Tagen in Bern den Terror-Ausnahmezustand. Rund 2000 Personen involviert. Geübt wird einen «länger andauernde Terror-Bedrohung», wie Übungsleiter Hans-Jürg Käser sagt. 

Er schildert das fiktive, haarsträubende Szenario: «Eine Terrororganisation will drei verhaftete Mitglieder freipressen, die Schweiz will diesen drei Terroristen am Bundesstrafgericht in Bellinzona den Prozess machen. Unmittelbar vor dieser Stabsrahmenübung ist im Hauptbahnhof Zürich ein grosser Anschlag verübt worden, von drei Schützen mit Sturmgewehren. Die haben 47 Tote und 78 Verletzte hinterlassen. Stellen wir uns vor, wie das Land im Ausnahme-Zustand ist nach einem solchen Anschlag. Gleichzeitig ist die SBB massiv gestört durch verschiedene Anschläge auf die Bahninfrastruktur, das Land ist im Ausnahmezustand.»

Käser sagt: «Ich halte das Szenario für sehr realistisch.» Er sagt aber auch: «Ich bin zuversichtlich, dass unser Land eine solche Bedrohung meistern würde.» (smo)

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